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Deutsche Telekom dementiert Abrechnungsfehler

29.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Deutsche Telekom AG wies am Wochenende erneut Presseberichte zurück, nach denen sie überhöhte Telefonrechnungen ausgestellt haben soll. Letzte Woche hatte der von der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg vereidigte Sachverständige Reinhold Scheffel in einem Gutachten den Verdacht auf "größere Abrechnungsunregelmäßigkeiten" geäußert. Die Telekom weise in allen ihren Rechnungen "mit hoher Wahrscheinlichkeit" einen Aufschlag von "deutlich über 20 Prozent" zu ihren Gunsten aus, hieß es in der Expertise.

"Das Gutachten des Sachverständigen ist grob irreführend und fahrlässig", sagte Telekom-Sprecher Ulrich Lissek am Wochenende. Zwar gebe es Abrechnungsfehler, jedoch nicht in der Höhe und Häufigkeit, wie in dem Gutachten festgestellt. "Wenn Fehler passieren, handelt es sich um Einzelfehler", so Lissek.

Die Deutsche Telekom und die Telefoneinkaufsgemeinschaft Communitel, die das Gutachten in Auftrag gab, streiten bereits seit mehr als einem halben Jahr über angebliche Fehlabrechnungen der Telekom in Millionenhöhe (Computerwoche online berichtete). (bw)