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Deutsche PC-Zahlen sinken um 17,2 Prozent

29.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im dritten Quartal 2001 wurden in Deutschland nur noch 1,42 Millionen Computer verkauft. Das sind 17,2 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das geht aus einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens IDC hervor. "Der deutsche PC-Markt litt weiterhin unter einer schwachen Nachfrage sowohl im Verbraucher- als auch im Großkundenmarkt," erklärte IDC-Analystin Stefania Lorenz. Besonders niedrig lagen die Verkaufszahlen in den Monaten Juli und August. Im September war lediglich ein geringer Aufschwung zu verzeichnen.

Besonders hart traf es den Desktop-Markt, der im Jahresvergleich um 21 Prozent zurückging. Im Business-PC-Bereich wurden 24 Prozent weniger Rechner verkauft, da viele Unternehmen ihre IT-Investitionen verschoben. Im Consumer-Sektor sanken die verkauften Stückzahlen um 18 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2000. Auch der Notebook-Markt musste Federn lassen: Hier gingen die Stückzahlen mit minus 3,7 Prozent jedoch nur unwesentlich zurück.

Die Top-Five

Im dritten Quartal 2001 schnitten die führenden fünf Hersteller im deutschen PC-Markt insgesamt folgendermaßen ab (nach verkauften Stückzahlen):

Fujitsu-Siemens: Marktanteil 20,7 Prozent (minus 35,5 Prozent)

Compaq: 8,2 Prozent (minus 27,4 Prozent)

Hewlett-Packard: 7,6 Prozent (plus 3,2 Prozent)

Dell: sieben Prozent (plus 36,5 Prozent)

Actebis: 5,4 Prozent (plus 24,4 Prozent)

IDC zufolge wird der Aufschwung im deutschen Consumer-Markt begrenzt sein. Zudem könne die wirtschaftliche Krise Unternehmen dazu veranlassen, die Erneuerung ihrer Rechner zu verzögern. Im vierten Quartal soll es aufgrund der zu erwartenden PC-Preissenkungen zu einer leichten Belebung des Markts kommen, eine Erholung sei jedoch erst in der zweiten Jahreshälfte 2002 möglich. (ka)