Anbieter von Lieferkettensoftware stichelt gegen SAP

Deutsche Manugistics macht Gewinn

16.04.2004
MÜNCHEN (CW) - Während Manugistics auf Konzernebene noch schwächelt, hat der Anbieter von Supply-Chain-Management-Software hierzulande für das Geschäftsjahr 2003/04 (Ende: 29. Februar) nach eigener Einschätzung "respektable Zahlen" vorgelegt.

Konkrete Angaben wollte die in München ansässige Niederlassung allerdings nicht machen. Deutschland-Geschäftsführer Jeff Thinnes bestätigte lediglich, man habe das Fiskaljahr mit einem Nettogewinn und einem deutlichen Umsatzplus abgeschlossen. Nachdem kürzlich Lizenzverträge mit Autotech, Lufthansa Systems und der IPA/Fraunhofer-Gesellschaft unterzeichnet wurden, sieht Thinnes die branchenübergreifende Krise nun als überwunden an. Auch Manugistics-CEO Gregory Owens zeigte sich darüber erfreut, dass die Niederlassung "in der Heimat des Rivalen SAP" positive Zahlen schrieb.

Der Gesamtkonzern schnitt im vergangenen Geschäftsjahr vergleichsweise schwach ab: Zwar sank der Nettoverlust nach vorläufigen Berechnungen von 212,2 Millionen auf 102,9 Millionen oder 1,42 Dollar je Aktie. Gleichzeitig gingen allerdings auch die Einnahmen um elf Prozent auf 243 Millionen Dollar zurück, nachdem der Serviceumsatz um über ein Viertel schrumpfte. (mb)