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Deutsche Börse und London Stock Exchange fusionieren

03.05.2000
Technologiewerte bleiben in Frankfurt

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Deutsche Börse AG und ihr britisches Pendant London Stock Exchange (LSE) werden künftig unter dem Namen "iX" (International Exchange) gemeinsam agieren. Sitz der neuen Gesellschaft wird London, als Handelsplattform hat man sich auf das Xetra-System geeinigt. Die Standardwerte oder "Blue Chips" sollen künftig am Finanzplatz London gehandelt werden, die Wachstumswerte des High-Tech-Markts verbleiben in Frankfurt. Geschäftsführer von iX wird Werner Seifert, bislang Chef der Deutsche Börse AG. Die Leitung des Aufsichtsrats übernimmt laut "Financial Times Deutschland" der bisherige LSE-Chairman Don Cruickshank.

iX plant darüber hinaus weitere Zusammenschlüsse und Kooperation. Konkrete Gespräche gebe es bereits mit den Börsen in Mailand und Madrid, hieß es. Ferner möchte man gemeinsam mit der US-Technikbörse Nasdaq eine gesamteuropäische Organisation für den Handel mit Wertpapieren, Produkten und Rohstoffen etablieren, die ebenfalls ihren Sitz in London haben soll. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde bereits unterzeichnet.