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Details für Open-Source-Java festgeschrieben

21.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Open-Source-Verfechter haben gemeinsam mit Sun Microsystems einen Vertrag abgefasst, der mögliche quelloffenen Implementierungen von Java regelt. Dies könnte großen Softwareanbietern den Weg zur entsprechenden Nutzung der Programmierumgebung freimachen. Im vergangenen März hatten Sun, der JCP (Java Community Process) sowie die Apache Software Foundation (ASF) auf der JavaOne eine entsprechende Vorvereinbarung getroffen (Computerwoche online berichtete).

Diese ließ der ASF insgesamt 90 Tage Zeit, einen entsprechenden Entwurf vorzulegen. Am 89. Tag hat die Open-Source-Initiative nun einem Bericht von "Computerwire" zufolge ein 17-seitiges Papier abgesegnet, das aber erst noch offiziell angekündigt werden muss. Details sind bislang nicht bekannt. Jason Hunter von der ASF erklärte, dass HP, IBM und Oracle in der Vergangenheit bereits ihr Interesse an quelloffenen JSRs (Java Specification Requests, beim JCP Vorstufe von Java APIs) geäußert hätten.

Eine offene Übereinkunft könnte aus Sicht von Hunter im Zusammenspiel und mit ebenfalls öffentlich zugänglichen Test Compatibility Kits (TCKs) die Kompatibilität quelloffener Java-Versionen sicher stellen, dem so genannten Forking - Teilung der Codebasis in mehrere inkompatible Zweige - der Spezifikationen vorbeugen und Open-Source-Java aus seiner bisherigen "Grauzone" herausholen. (tc)