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Der Open-Source-Virus grassiert jetzt auch bei BMC

27.07.2007
Auch das Systems-Management-Urgestein BMC Software öffnet sich für neue Ideen und hat offiziell eine Open-Source-Strategie vorgestellt.

Dazu startet BMC sein BMC Developer Network und vier Open-Source-Projekte unter BSD-Lizenz. Diese ist verleichsweise freigiebig und erlaubt beispielsweise (anders als die GNU GPL), Produkte in proprietäre Software zu integrieren. BMC will die BSD-Lizenz für alle künftigen Open-Source-Projekte verwenden. Der in Houston, Texas, ansässige Hersteller hatte bereits im März den auf quelloffenes System Management spezialisierten William Hurley als Chief Architect für sein Open-Source-Vorhaben angeheuert, das dann in dieser Woche auf der OSCON in Portland, Oregon, präsentiert wurde.

Bei den vier Open-Source-Projekten handelt es sich jeweils um Adapter, die dazu dienen, Closed- und Open-Source-Techniken in eine Configuration Management Database (CMDB) zu integrieren. Sie werden auf der neuen Developer-Network-Site gehostet. Das BMCDN umfasst ferner Developer Center für die Schlüsselprodukte des Unternehmens, Foren, Umfragen, Blogs und weitere Ressourcen für Entwickler. Es ist als offene Community konzipiert und soll sich gemäß den Wünschen der Developer weiterentwickeln.

BMC war vermutlich so darauf konzentriert, die neue Site mit Inhalten zu füllen, dass ihm keine Zeit mehr blieb, sich ordentliche Namen für seine quelloffenen Adapter einfallen zu lassen. Diese heißen nun wenig originell "ALT2CMDB", "CWKS2CMDB", "HPAC2CMDB" und "LAND2CMDB". Sie ermöglichen eine unidirektionale Datenintegration zwischen BMCs CMDB "Atrium" und der "Altiris Service & Asset Management Suite" von Symantec, "CiscoWorks Resource Manager Essentials" von Cisco, HPs "OpenView AssetCenter" sowie dem "LANDesk Asset Manager" von Avocent. (tc)