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Der meiste Spam kommt aus den Staaten

02.03.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Einer aktuellen Studie der IT-Sicherheitsfirma Sophos zufolge wird der überwiegende Teil der weltweiten Spam-Flut aus den USA versandt. Von den untersuchten Werbe-Mails, die an zwei Tagen der vergangenen Woche gesammelt wurden, stammten 57 Prozent von Rechnern aus den Vereinigten Staaten. Dahinter folgen mit weitem Abstand Kanada (6,8 Prozent) und China (6,2 Prozent). Die Rechner wurden dabei über ihre IP-Adresse geortet - was nicht zwangsläufig Rückschlüsse auf den tatsächlichen Absender zulässt, da immer größere Spam-Mengen über viren- und wurmverseuchte Rechner geleitet werden, ohne das deren Besitzer dies überhaupt bemerkt.

In einem zweiten Schritt versuchte Sophos deswegen, die "Rohdaten" mit Informationen über die Besitzer der in den Spammails beworbenen Web-Sites zu verknüpfen (was in 80 Prozent der Fälle gelang). Dabei ergab sich, dass wohl noch mehr - rund 67 Prozent - der unerwünschten Botschaften aus den USA stammen. Dahinter rangierte mit fünf Prozent Deutschland, gefolgt von Großbritannien, Kanada, China sowie Hong Kong. "Die USA und die kommerzielle Natur des amerikanischen Denkens stecken hinter der überwiegenden Mehrheit des Spams", erklärte Chris Kraft, Senior Messaging Analyst von Sophos. "Die Amerikaner sind die Ursache ihres eigenen Problems." (tc)