Der Markt für Voice over IP

Der Markt für Voice over IP 2005: Chance für Newcomer

13.10.2005
Von von Bernd

Zu den Anteilen der Netzausrüster im deutschen Voice-over-IP-Markt liegen derzeit so gut wie keine Zahlen vor. Die Daten der Marktforschungsgesellschaften beziehen sich in der Regel auf Westeuropa oder den Emea- Raum (Europe, Middle East, Africa). „Bei Voice over IP handelt es sich noch um einen sehr jungen Markt mit einem geringen Volumen“, erläutert Bettina Tratz-Ryan von Gartner. Deshalb seien so gut wie keine länderspezifischen Daten bekannt.

Alte Bekannte

Den Markt für Softswitches, das zentrale Element in IP-Telekommunikations- Systemen, taxiert Tratz-Ryan in Deutschland auf 33,6 Millionen Dollar (2004). 2005 erwartet Gartner einen Anstieg auf etwas mehr als 62 Millionen Dollar. In den kommenden Jahren verlangsamt sich das Wachstum. Für 2009 prognostiziert Gartner einen Umsatz von 72,5 Millionen Dollar. Für Westeuropa liegen Gartner Daten vor, die neben Softswitches auch Media-Gateways und Voicer-over-IP-Anwendungs-Server berücksichtigen. Alle drei Sparten kamen 2004 auf ein Umsatzvolumen von 522 Millionen Dollar. Im laufenden Jahr rechnet Gartner mit 634 Millionen. Bis 2008 soll der Markt auf 1,34 Milliarden Dollar zulegen.

Die derzeit führenden Anbieter von Softswitches und Gateways in Deutschland und Westeuropa sind laut Gartner altbekannte Unternehmen aus der Telekommunikationswelt: Alcatel, Siemens, Lucent, Italtel, Cirpack, Ericsson, Nortel und Marconi. Das verwundert nicht weiter, denn diese Unternehmen verfügen sowohl über Know-how in der Sprachkommunikation alten Schlages, also der leitungsvermittelten Telefonie, als auch in der Sprach- Daten-Kommunikation auf Grundlage des Internet Protocol.