CeBIT-Rundgang: IT-Sicherheit

Der Hype ist vorbei

07.02.2006
Von 
Senior Communication Managerin bei der Content Marketing Agentur Evernine
Hat das Thema IT-Sicherheit in den vergangenen Jahren noch eine sehr große Rolle auf der CeBIT gespielt, ist es in diesem Jahr deutlich ruhiger darum geworden. Wenig Neues und fehlende Aussteller prägen das Bild.

Auf der diesjährigen CeBIT sammeln sich die Sicherheitsanbieter in Halle 7. Ein interessantes Mittelstandsprodukt zeigt dort zum Beispiel der Branchenriese Symantec an Stand A06: Das vor allem im Virenumfeld bekannte Unternehmen hat sich in diesem Jahr unter anderem das Thema "E-Mail-Sicherheit" auf die Fahnen geschrieben und präsentiert am Messestand eine neue Appliance namens "Mail Security 8220", die sich vor allem an mittelständische Anwender richtet - ein durchaus sinnvoller Ansatz, schließlich zeichnet die elektronische Post nach wie vor für die meisten Virenbefälle verantwortlich.

Viren- und Spam-Schutz in einem

Das All-in-One-Gerät beinhaltet laut Hersteller Virenschutz sowie Spam-Filter und wird als Gateway vor die vorhandenen Mail-Server geschaltet. Symantec zielt mit dem Angebot vor allem auf Unternehmen ab, die einen bestehenden zweistufigen Schutz mit separaten Viren- und Spam-Filtern konsolidieren wollen.

Ebenfalls den Fokus auf E-Mail-Sicherheit legt der russische Anbieter Kaspersky Labs an Stand B02 in Halle 7. Mit zwei neuen Produkten kommt das Unternehmen nach Hannover. Darunter befindet sich eine neue Version der Sicherheits-Suite für den Microsoft-Groupware-Server "Exchange 2003". Erstmalig vereint auch Kaspersky nun Viren- und Spam-Schutz in einem Produkt. Die eigentliche Besonderheit liegt in der von Spam-Filtern eingesetzten Technologie, die auf der Auswertung des Mail-Inhalts basiert: Dazu muss ein Spam-Filter die Regeln der in der Mail genutzten Sprache kennen. Laut Kaspersky ist "Security 5.5" der einzige am Markt verfügbare Spam-Filter, der die Exchange-2003-Server auch vor Werbemüll in russischer Sprache schützen kann.

Ein interessantes Merkmal zum Schutz vor ausgehenden Spams wurde ebenfalls integriert: Die Kaspersky-Lösung beobachtet die Clients im Unternehmensnetz und reagiert, wenn von einem der PCs aus massenhaft Mails verschickt werden. Nur vom Administrator explizit freigegebene Benutzer dürfen Massen-Mails versenden. Neu ist auch die Virenschutzlösung von Kaspersky für Mobiltelefone. Hier sind die Russen keine Vorreiter - andere Anbieter wie Symantec haben schon seit einiger Zeit ähnliche Produkte im Portfolio.

Mehr Sicherheit für Smartphones

Ebenfalls in Sachen Handy-Schutz unterwegs ist der finnische Hersteller F-Secure. Nachdem das Unternehmen bereits seit einiger Zeit einen Viren-Scanner für die Symbian-basierenden Smartphones im Programm hat, zeigt F-Secure an Stand D14 in Halle 7 seine neueste Version sowie einen Virenschutz für Windows-Smartphones. Ein weiterer Schwerpunkt sind Root-Kits, die vor kurzem durch den Kopierschutz auf Audio-CDs von Sony ins Gerede gekommen sind. Vor einem Jahr zeigte F-Secure in Hannover eine Technologiestudie zu diesem Thema, dieses Jahr präsentieren die Finnen nun das fertige Produkt unter dem Namen "Blacklight Elimination Technology". Es wurde nach Herstellerangaben bereits in die Endkundenprodukte integriert, die Unternehmenslösungen sollen im Lauf des Jahres damit ausgestattet werden.

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