Business-Alignment

Der CIO als Supply-Chain-Manager

19.10.2010
Von Bernd Richter
Branchen wie die Autohersteller haben ausgeklügelte Produktionsprozesse entworfen. Hier können sich CIOs einiges abschauen.
Bild: ThyssenKrupp AG
Bild: ThyssenKrupp AG
Foto: ThyssenKrupp AG

Das Business Alignment alter Prägung bedeutete in der Regel, dass die IT-Abteilung des Unternehmens die Projekte nach der internen Hackordnung der Abteilungen priorisierte. Die IT stand damit in der Pflicht, Entwicklungskapazitäten aufzubauen, um Systeme und Anwendungen nach den jeweiligen Anforderungen und Wünschen zu gestalten.

In der nächsten, jetzigen Entwicklungsstufe setzen sich CIOs intensiver mit dem Business auseinander. Die Funktionen der IT und des CIO haben sich nun aber strategisch und taktisch weiterentwickelt, so dass die Harmonisierung von IT und Business noch einmal neu definiert werden sollte.

Das neue Business Alignment bedeutet auch, dass der CIO nicht nur die Geschäftsanforderungen verstehen, sondern auch mögliche Domino-Effekte abschätzen können muss. Jede neue Anforderung aus den Geschäftsbereichen kann ungewollte Konsequenzen nach sich ziehen. Es drohen Ineffizienzen und Flaschenhälse. In dieser neuen Rolle übernimmt der CIO eine strategischere Aufgabe innerhalb der Organisation. Er ist kein Vertreter der IT mehr, sondern ein Business-Berater für das Unternehmen. Er muss mögliche Konsequenzen von Optimierungsprojekten erörtern - und zwar gute und schlechte. So wandelt sich IT vom Befehlsempfänger zum strategischen Partner.

Um die neue Rolle besser zu verstehen, lohnt ein Blick auf Best-Practice-Modelle in Industriezweigen, die ähnliche Lebenszyklen und Entwicklungsphasen haben. IT wird hier verwaltet wie eine Supply Chain.

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