Widersprüchliche Gerüchte um Datapoint Corp.

Dem Pionier der verteilten DV geht es schlechter denn je

05.01.1990

SAN ANTONIO (CW) - Die Datatpoint Corp. ist erneut in Schwierigkeiten. Im ersten Quartal (28. Oktober) ihres laufenden Geschäftsjahres mußte das Unternehmen einen Verlust von 13,1 Millionen oder 1,52 Dollar pro Aktie hinnehmen.

Der außerordentliche Gewinn von 4,4 Millionen Dollar durch die Rückzahlung von Bankschulden und Ausnutzen von Steuervorteilen hat nicht ausgereicht, um das Quartalsergebnis in den schwarzen Zahlen zu halten. Die Netto-Einkünfte des Vergleichsquartals 1988 hatten 2,8 Millionen Dollar oder vier Cent pro Aktie betragen. lm gerade abgeschlossenen Quartal sank der Absatz um 19 Prozent auf 60,2 (73,5) Millionen Dollar. Das meldete "Wall Street Journal". Wegen des Verlustes und um die "strategische Flexibilität zu erhalten", hat Datapoint die vierteljährliche Dividende von 1,23 Dollar auf ihre Fünf-Dollar-kumulative-Vorzugsaktie ausgesetzt.

Der britische Branchendienst Computergram hingegen meldet, daß Datapoint zwei Kreditabkommen verletzt habe und die texanische First City Bank Corp. die Rückzahlung eines Kredites in Höhe von 21 Millionen Dollar fordert.

Übereinstimmend wird berichtet, Asher Edelmann, der sowohl Datapoint als auch deren ebenfalls börsennotierter Tochter, Intelogic Trace Inc., vorsteht, habe die Börsenanalysten Kidder, Peabody & Co damit beauftragt, Alternativen auszuloten. Auch ein Verkauf von Datapoint, der den Wert der Aktien erhöhen könnte, soll in diesen Überlegungen nicht ausgeschlossen sein.

Eine Sprecherin von Datapoint Deutschland dementierte die Verkaufsgerüchte: "Da ist nichts dran ".