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Dell verkauft weltweit die meisten PCs

16.04.2004

Im ersten Quartal 2004 stiegen die weltweiten PC-Verkäufe laut Gartner um 13,4 Prozent auf insgesamt 45,3 Millionen Stück. Treiber dieser Entwicklung war insbesondere das kommerzielle Segment. Unternehmen hätten verstärkt veraltete Systeme ausgetauscht, sagte Charles Smulders, Vice President von Gartners Geschäftseinheit Computing Platforms Worldwide Group. Diese Erneuerungsaktivitäten würden noch das gesamte Jahr über fortgeführt.

Insbesondere die führenden fünf PC-Anbieter, die alle zweistellige Wachstumsraten vorzuweisen haben, zeichneten im Wesentlichen für die Marktentwicklung verantwortlich. In sämtlichen geografischen Regionen konstatieren sie erkleckliche Zuwächse.

Die Zahl verkaufter PCs außerhalb der USA betrug bei Dell dabei erstmals mehr als 40 Prozent. Hewlett-Packard sah sich mit einem geringeren Wachstum konfrontiert, als in den vergangenen Quartalen. Grund hierfür waren volle Lagerbestände bei den US-amerikanischen Wiederverkäufern insbesondere Anfang des Jahres. Zum Ende des Quartals hatte HP laut Gartner dieses Inventar aber wieder auf ein normales Maß reduzieren können.

In den USA legten die PC-Verkäufe um 11,6 Prozent zu. Dell konnte dabei zum ersten Mal einen Marktanteil von mehr als 30 Prozent auf sich vereinen. In der Region Europa, Nahost und Afrika (EMEA) erhöhte sich die Zahl abgesetzter PCs um 17 Prozent, in Japan hingegen lediglich um sechs Prozent.

Die bislang noch vorläufigen Zahlen sehen Dell als klaren Gewinner des ersten Quartals. Die Texaner legten gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres bei den Stückzahlen um satte 28,6 Prozent zu und können weltweit auf einen Marktanteil von 16,5 Prozent verweisen bei knapp 7,5 Millionen verkaufter Rechner. Das Marktforschungsinstitut IDC, das eine andere Berechnungsweise anwendet als Gartner, attestiert Dell sogar einen Anteil von 18,6 Prozent. Auch nach Gartner-Zahlen ist Dell aber wieder klar Marktführer vor dem Zweitplatzierten Hewlett-Packard (HP) mit 14 Prozent. HP setzte in den ersten drei Monaten weltweit rund 6,3 Millionen Systeme ab.

Auf Rang drei folgt IBM. Big Blue legte ein für seine Verhältnisse - IBM schwächelt traditionell bei PCs - gutes Quartal hin und steigerte die absolute Zahl verkaufter PCs von gut 1,8 auf 2,2 Millionen Maschinen. Das ergibt einen Marktanteil von 4,9 Prozent ? also schon weit hinter dem führenden Duo. Fujitsu-Siemens setzt sich auch weltweit in den Top Five fest, nachdem es früher vor allem in Europa stark auftrat. 1,8 Millionen verkaufter PCs korrelieren mit einem Marktanteil von 4 Prozent. Acer folgt mit 3,1 Prozent respektive knapp 1,4 Millionen an den Mann gebrachter Rechner auf Rang fünf. Die Reihenfolge der Erstplatzierten hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. (jm)