SDS, HPC und Edge-Computing

Dell setzt bei PowerEdge-Server auf AMD-Epyc-CPUs

Bernhard Haluschak ist als Redakteur bei der IDG Business Media GmbH tätig. Der Dipl. Ing. FH der Elektrotechnik / Informationsverarbeitung blickt auf langjährige Erfahrungen im Server-, Storage- und Netzwerk-Umfeld und im Bereich neuer Technologien zurück. Vor seiner Fachredakteurslaufbahn arbeitete er in Entwicklungslabors, in der Qualitätssicherung sowie als Laboringenieur in namhaften Unternehmen.
Dell stellt gleich drei neue Serversysteme mit AMD-Epyc-Prozessoren vor. Das PowerEdge-Portfolio bekommt durch den PowerEdge-Server R6415, R7415 und R7425 Zuwachs im Bereich Software-defined Storage, Edge- und High-Performance-Computing (HPC).

Nach langer Durststrecke hat AMD mit Epyc endlich wieder einen konkurrenzfähigen Serverprozessor am Start. Dieser frische Wind hat auch die Serverhersteller erreicht. Doch ob es reicht, an die alten Zeiten mit Marktanteilen deutlich über 10 Prozent im Bereich Server-CPUs (IDC 2007: 13 Prozent) anzuknüpfen, bleibt abzuwarten. Die großen Server-Hersteller scheinen wieder Vertrauen in AMD gefasst zu haben, denn sei bauen ihr Portfolio an AMD-basierten Servern kontinuierlich aus.

Aktuell hat Dell EMC gleich drei neue Systeme vorgestellt, die besonders den steigenden Rechenleistungshunger im Umfeld von IoT und Big Data Analytics decken sollen. Neben der hohen Systemperformance, wie erste offizielle Benmarks auf spec.org belegen, bietet die 14. Generation der Dell-EMC-PowerEdge-Server Support für Technologien wie NVMe, FPGAs und In-Memory-Datenbanken und sind somit besonders für den Einsatz im Rechenzentrumsumfeld geeignet. Darüber hinaus lassen sich die Servereinheiten auf bis zu 4 beziehungsweise 2 TByte Hauptspeicherkapazität erweitern, um etwa Datenbankmanagementsysteme (DBMS) und Analytics Workloads optimal zu bedienen. Im Einzelnen offeriert Dell EMC folgende Systeme:

Die neuen PowerEdge-Dell-EMC-Server im Überblick.
Die neuen PowerEdge-Dell-EMC-Server im Überblick.
Foto: Dell / AMD

Für High Performance Computing (HPC) hat der Hersteller den PowerEdge R7425 entwickelt. Der Zwei-Sockel Server im 2HE-Formfaktor besitzt 32 DDR4-DIMM-Sokel mit RDIMM- und LRDIMM-Support sowie Platz für bis zu 24-Laufwerksschächte. Für Erweiterungen mit Spezialoptionen stehen insgesamt acht Gen3-PCIe-Slots zur Verfügung. Laut internen Dell-EMC-Analysen spielt das System seine Leistungsstärken besonders in HPC-Workloads aus.

Prädestiniert als Software-defined Storage stellt Dell EMC den PowerEdge R7415 Server vor. Das 2HE-große System arbeitet mit nur einem AMD-Epyc-Prozessor und ist VMware vSAN Ready Node zertifiziert. Die 16 DIMM-Slots können maximal 2 TByte DDR4-Hauptspeicher adressieren und für Storage stehen bis zu 24 Slots für 2,5 Zoll SATA, SAS oder NVMe-Laufwerke parat. Nach Untersuchungen von Dell EMC arbeitet ein R-7415-Speichersystem im Vierknoten-Cluster für vSAN-Implementierungen am Edge besonders kosteneffizient.

Der Dell EMC PowerEdge R6415 mit 1HE-Formfaktor und Single-Sockel-Design ist für Edge-Computing-Anwendungen geeignet. Insgesamt stehen 16-DIMM-Sockel für bis zu 2 TByte Hauptspeicher und 10-2,5-Zoll-Laufwerksschächte für Storage in Form von SATA, SAS oder NVMe zur Verfügung.

Zusätzlich sind die Server mit zahlreichen Features ausgestattet, die die Funktionalität, Sicherheit und Management vereinfachen. Dazu zählt zum Beispiel der integrierte Dell Remote Access Controller (iDRAC9) mit Lifecycle Controller-Technologie. Dieser erlaubt es den Administratoren, die Systeme von überall zu verwalten und zu überwachen und das sogar ohne eines installierten Betriebssystems. Darüber hinaus lassen sich die Systeme per Quick Sync 2 in Verbindung mit iDRAC auch mobil per Tablet oder Notebook konfigurieren und managen.

Die AMD-Epyc-Serverplattform ist auch für andere Serverhersteller attraktiv.
Die AMD-Epyc-Serverplattform ist auch für andere Serverhersteller attraktiv.
Foto: Dell / AMD

Neben Dell EMC haben auch HPE, Supermicro, Asus oder Gigabyte Server mit AMD-Epyc-Prozessoren in ihr Portfolio aufgenommen und auch Unternehmen wie Microsoft oder Dropbox nutzen bereits die neue AMD-Server-Plattform für ihren Cloud-Offerten.