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Dell ist optimistisch: PC-Käufe sind aufgeschoben, nicht aufgehoben

29.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der PC-Hersteller Dell ist zuversichtlich, seine Gewinnprognosen von 16 Cent pro Aktie für das vierte Quartal zu erreichen. Gleichzeitig erwartet der texanische Direktanbieter einen leichten Umsatzanstieg gegenüber dem dritten Quartal. In den Monaten Juli, August und September hatte Dell Einnahmen in Höhe von 7,5 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Laut Konzernchef Michael Dell stelle sich derzeit nur die Frage, wann Privatkunden und Unternehmen wieder verstärkt beginnen, ihre Rechner gegen neuere Modelle auszutauschen. Dells Rechnung zufolge sind 30 Prozent aller Desktop-PCs sowie 25 Prozent aller Notebooks weltweit mindestens drei Jahre alt. Aus technischen Gründen und wegen Abschreibungsmodalitäten müssten viele dieser Rechner ersetzt werden. Dell hofft, in der nächsten Anschaffungswelle von allen PC-Herstellern am meisten zu profitieren. Nachdem Verbraucher und Unternehmen aufgrund der

Konjunkturschwäche in diesem Jahr ihre Nachfrage gedrosselt hatten, gelang es den Texanern, mittels Preisdumping Marktanteile hinzu zu gewinnen. Der Direktanbieter erwartet, dass die Erholung des PC-Marktes irgendwann im kommenden Jahr einsetzt. Bei Dell hält man es zwar für möglich, dass die Zyklen für den austausch länger werden, allerdings erwartet das Unternehmen, dass die Zeiträume dennoch überschaubar bleiben.