DBDCDD

27.05.1983

In thematisch zusammenhängenden Beiträgen beschäftigt siech Michael Bauer mit Fragen des Ob und Wie einer Datenbank-Implementierung, der Auswahl eines geeigneten TP-Monitors und der Ausbildungserfodernisse je nach Benutzerebene. Außerdem stehen

Themen wie Data Dictionary, Dritte Normalform, neue Hochsprachen und Datensicherheit im Mittelpunkt seiner Erörterungen.

*Michael Bauer, Leiter des Bereichs DV-Beratung bei der GES-Gesellschaft für elektronische Systemforschung mbH in Allensbach, ist seit vielen Jahren mit der Anwendungspraxis von Datenbank- und Online-Systemen vertraut. Er ist Autor zahlreicher Fachbeiträgen zur DB/DC Thematik.

Kapitel IX, Teil 7

Rund ums Data-Dictionary

Fazit:

Durch die geringe Auswahl an Data-Dictionary-Produkten steht der Anwender vor einer Situation, für die es keine eindeutige Empfehlung gibt:

- Entweder entscheidet er sich für ein DBMS-unabhängiges Produkt, das er bereits im Frühstadium und unabhängig von einer Datenbankentscheidung einsetzen kann

- oder er wählt ein DB-spezifisches Produkt, das meist eine stärkere Integration mit dem eingesetzten Produkt, eine Directory-Funktion für damit verbundene Softwaretools und gegebenenfalls aktive Pflege des Verzeichnisses ermöglicht.

Wer bereits eine DB-Entscheidung getroffen hat, ist in dieser Hinsicht günstiger dran.

Auf jeden Fall sollte- er bei der Auswahl eines Data Dictionary darauf achten, daß

- Daten sowohl aus Datenbanken als auch aus konventionellen Dateien verwaltet und die entsprechenden Definitionen generiert werden können,

- Funktionen oder Zusatzprogramme vorhanden sind die eine automatische Aktualisierung der Datenverwendung durch neue beziehungsweise geänderte Programme sicherstellen,

- nicht nur Satzdefinitionen sondern auch alle anderen datenbeschreibenden Elemente wie zum Beispiel Masken Listen, Views etc. verwaltet werden können,

- nach Möglichkeit auch datenbezogene Routinen (zum Beispiel Prüfalgorithmen) im Data Dictionary gespeichert werden,

- Schnittstellen zu allen eingesetzten Softwarewerkzeugen wie Systementwicklungsmethode, Anwendungsgeneratoren, Abfragesprachen und andere vorhanden sind,

- das Produkt interaktiv ausgelegt ist.