DB-Soft AG geht an die Boerse

02.04.1993

DARMSTADT (CW) - Die DB-Soft AG fuehrt einen Teil ihrer 80 000 Stammaktien im Alleingang an der Muenchner Boerse ein. Ab dem 31. Maerz 1993 sind 20 000 Stuecke im Handel. Das ist nach Angaben des Herstellers von kaufmaennischer Standardsoftware die erste Einfuehrung in der deutschen Boersengeschichte, die ohne Konsortialbank stattfindet.

Damit nimmt jede im Wertpapiergeschaeft taetige Bank Kaufauftraege fuer die Titel entgegen, die am ersten Boersentag zum Verkaufspreis von 215 Mark angeboten werden. Das Unternehmen erklaerte diesen ungewoehnlichen Schritt mit geringeren Einfuehrungskosten und mit dem Interesse an einer breiten Streuung der Anteile. Der Nachrichtenagentur "vwd" zufolge betraegt das Grundkapital der DB-Soft vier Millionen Mark. Davon halten die bisherigen Aktionaere und Vorstandsmitglieder Andreas Winkler und Karsten Fillmer bis jetzt jeweils zwei Millionen Mark. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 7,5 Millionen Mark, den es heuer auf neun Millionen Mark ausgbauen will. Beschaeftigt werden derzeit 50 Mitarbeiter.