Backup & Datenschutz

Datenrettung mit Windows File Recovery

27.03.2021
Von 
Arne Arnold arbeitet seit über 15 Jahren bei der PC-WELT als Redakteur in den Bereichen Software und Internet. Sein Schwerpunkt liegt auf dem Thema Sicherheit für Endanwender bei PC und Mobil-Geräten.
Mit dem Kommandozeilentool Windows File Recovery von Microsoft stellen Sie verlorene Daten wieder her.
Datenrettung mit Windows File Recovery
Datenrettung mit Windows File Recovery
Foto: Microsoft

Gelöschte Dateien werden zunächst nur logisch entfernt, nicht physisch gelöscht. Beim Löschen wird eine Datei also nur aus dem Inhaltsverzeichnis der Festplatte entfernt. Die Daten selber bleiben aber auf der Platte. Je schneller Sie die Panne bemerken, desto besser stehen Ihre Chancen, die Dateien wiederherzustellen. Kommt es jedoch zu weiteren Schreibvorgängen, steigt die Gefahr, dass die gelöschte Datei mit neuen Daten überschrieben wird.

Das kostenlose Befehlszeilentool Windows File Recovery sucht nach gelöschten Dateien und stellt diese auf einem zweiten Laufwerk wieder her.
Das kostenlose Befehlszeilentool Windows File Recovery sucht nach gelöschten Dateien und stellt diese auf einem zweiten Laufwerk wieder her.

Microsoft-Tool in neuer Version: Das Programm Windows File Recovery hat Microsoft erst Mitte 2020 veröffentlicht und Ende 2020 mit einem Update versehen. Dieses Tool läuft ausschließlich in der Eingabeaufforderung (CMD.EXE). Für eine Datenrettung sind zwei Laufwerke erforderlich: Eines, auf dem nach gelöschten Daten gesucht wird, sowie eines, auf dem die geretteten Daten gespeichert werden. Das Programm unterstützt die Dateisysteme exFAT, FAT und NTFS. Das Serversystem ReFS wird in der neuen Version des Tools nicht mehr unterstützt. Überdies hat Microsoft die Wiederherstellungsmodi überarbeitet: "Segment" und "Signature" gibt es nicht mehr. Es stehen nur noch die beiden Modi "Regular" und "Extensive" zur Verfügung. Das Programm arbeitet allerdings selbst auf schnellen Laufwerken eher langsam. Die Syntax des Tools sieht grundsätzlich so aus:

winfr Quelllaufwerk
Ziellaufwerk [/mode] [/switches]

Möchten Sie beispielsweise im Modus "Regular" Daten vom Laufwerk D: retten und die geretteten Dateien auf Laufwerk N: speichern, sieht der Befehl folgendermaßen aus:

winfr D: N: /regular

Tatsächlich ist Regular die Standardeinstellung, weshalb Sie diesen Modusschalter ebenfalls weglassen können:

winfr D: N:

Wenn Sie lediglich Dateien aus dem Ordner "Bilder" auf Laufwerk D: retten, benötigen Sie dazu den Schalter "/n". Der Befehl sieht dann so aus:

winfr D: N: /n \Bilder\

Die Suche lässt sich darüber hinaus nach Dateitypen und nach Dateinamen filtern. Unterstützt werden unter anderem die Formate JPEG, PDF, PNG, MPEG, MP3, MP4, ZIP wie auch Office-Dateien. Weitere Tipps zur Bedienung finden Sie unter www.pcwelt.de/D8vaTP.

(PC-Welt)