Datenbanken für deutsche Wirtschaft noch Neuland

05.10.1984

BONN (CW) - Die Bundesrepublik liegt bei der Entwicklung, aber auch dem Einsatz von Datenbanken für die Wirtschaft weit zurück. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Forschungsministerium in Auftrag gegebene Studie der Kölner Technologieberatungsfirma Scientific Consulting Dr. Schulte-Hillen.

Das Beratungsunternehmen hält es für dringend erforderlich, daß Wirtschaftsdatenbanken stärker marktorientiert gefördert werden, wie es von der Bundesregierung auch geplant werde. Weltweit gibt es mehr als 1000 Wirtschaftsdatenbanken, davon rund 700 in den Vereinigten Staaten. Die Informationen dieser Datenbanken über Produkte, Verfahren, Marktdaten, Marktstudien oder Unternehmen werden international vermarktet. In der Bundesrepublik ständen dagegen derzeit nur 14 Datenbanken für die Wirtschaft zur Verfügung. Das Beratungsunternehmen weist darauf hin, daß diese Banken von der Industrie praktisch nicht genutzt werden. Davon seien Datenbanken mit Börsen und Wertpapierinformationen ausgenommen, die auch hierzulande einen regen Zuspruch fänden. Die Informationen kämen jedoch vorwiegend aus dem Ausland.