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Daten – der Königsweg durch die Rezession?

08.11.2022
Anzeige  Unternehmen, die dem Datenmanagement Priorität einräumen, können einen Abschwung besser überstehen - und mit einem Wettbewerbsvorteil wieder herauskommen.
Verantwortliche wissen genau, dass in unsicheren Zeiten etwas getan werden muss, um ein Scheitern zu vermeiden. Daher ziehen Daten schon seit geraumer Zeit die Aufmerksamkeit der Unternehmen auf sich.
Verantwortliche wissen genau, dass in unsicheren Zeiten etwas getan werden muss, um ein Scheitern zu vermeiden. Daher ziehen Daten schon seit geraumer Zeit die Aufmerksamkeit der Unternehmen auf sich.
Foto: metamorworks - shutterstock.com

Die Geschichte hat gezeigt, dass Informationen das beste Mittel gegen Ungewissheit sind. Während der Pandemie haben einige Unternehmen deutlich besser abgeschnitten als andere. Nämlich jene, die ihr Geschäftsumfeld - von den Kunden, Partnern, Mitarbeitern bis hin zu den Zulieferern - genau verstehen und vorhandene Daten effektiv nutzen.

Das eigene Unternehmen sowohl auf der Mikroebene als auch ganzheitlich zu verstehen, ist angesichts der drohenden Rezession wichtiger denn je. Viel zu viele Unternehmen agieren in unübersichtlichen Umgebungen blind. Sie neigen zu unüberlegten Entscheidungen, übersehen Trends und verpassen Marktchancen. Die meisten Betriebe setzen ihre Ressourcen falsch ein. Sie entscheiden sich für Panik statt für Potenzial.

Lassen Sie Ihre Daten für Ihr Business arbeiten

Stattdessen müssten Führungskräfte ihre Daten auswerten, um festzustellen, inwieweit jeder Geschäftsbereich zum Gesamterfolg beiträgt - und wie sich schnell gegensteuern lässt, wenn dies nicht der Fall ist.

Droht eine Rezession, genügt es nicht länger, zu "ahnen", dass Daten irgendwie wichtig sind. Die am besten aufgestellten Führungskräfte wissen, auf welche Informationen es ankommt, wo sie sich befinden und wem sie dienen.

Ein gutes Beispiel ist Vyaire Medical, ein führender Anbieter von Beatmungsgeräten im globalen Gesundheitswesen. Als 2020 die Nachfrage massiv stieg, nutzte Vyaire verlässliche, umfassende Lieferkettendaten, um die Produktion von Beatmungsgeräten schnell von 60 pro Woche auf 600 pro Tag zu erhöhen. Die Daten ermöglichten es dem Unternehmen, Trends vorherzusagen, sachkundige Lösungen zu entwickeln, und Spielräume zu erkennen.

Daten als dynamische Antwort auf die Rezession

Untersuchungen haben ergeben, dass Unternehmen mit der Kombination von offensiven und defensiven Strategien am besten durch eine Rezession kommen und danach sogar aufblühen.

Optimal vorbereitete Manager wissen, was zu tun ist. In der Defensive setzen sie auf Effizienzsteigerungen. Dazu reduzieren sie Kosten, den Bedarf an qualifizierten Ressourcen und die Zeit bis zur Wertschöpfung. Gleichzeitig nutzen sie strategische, datengestützte Initiativen wie KI oder digitale Transformation für eine offensive, aber dennoch umsichtige Investition in die Zukunft.

Diese Strategien helfen ihnen, durch die Rezession zu kommen, ohne die kurzfristige Wettbewerbsfähigkeit und ihre langfristigen Strategien zu gefährden.

Auf oberster Ebene sollten Führungskräfte ihre Daten als Chance betrachten, um alle Geschäftsmöglichkeiten zu nutzen. Etwa durch:

Vorhersage des Kaufverhaltens: Notwendig, um die Anpassung an veränderte Produkte und Kundenbedürfnisse zu steuern.

Umsatzprognosen: Auf Basis der Daten können Führungskräfte im Voraus präzise planen und vermeiden, von größeren Veränderungen überrascht zu werden.

Demokratisierung der Daten: Die Förderung unternehmensweit zugänglicher Daten ist ein Muss für agile, informierte Teamarbeit, damit IT-Teams in hektischen Momenten nicht überfordert sind.

Das Kosmetikunternehmen Estée Lauder hat mithilfe von Daten nicht nur überlebt, sondern sein Geschäftsmodell als Reaktion auf die Pandemie kreativ umgestaltet. Vor Covid-19 war das Unternehmen in hohem Maße von persönlichen Kontakten abhängig. Obwohl 80 Prozent der Kundeninteraktionen online stattfanden, wurden 85 Prozent der tatsächlichen Umsätze in Geschäften getätigt. Als Tausende von Ladengeschäften geschlossen wurden, nutzte die Unternehmensführung die Daten innovativ, um ihr zentrales Geschäftsmodell von Grund auf zu erneuern und die Vorteile einer vollständig digitalen Einkaufswelt voll auszuschöpfen.

Mithilfe der neuen Kundenanalysen schuf Estée Lauder eine umfassende Sicht auf die Kunden, um im Anschluss so die Personalisierung zu erhöhen, innovatives Marketing zu betreiben und Verbrauchertrends besser vorherzusagen. Die Folge waren ein Umsatzanstieg von 30 Prozent, eine bessere Bestandsverwaltung in der Lieferkette und eine insgesamt verstärkte Wettbewerbspräsenz in Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs.

Bei Estée Lauder sowie bei den meisten Unternehmen, die während der Pandemie auf Innovation setzten, lassen sich die jeweiligen Lösungen und strategischen Entscheidungen auf eine intelligente Datennutzung zurückführen.

Zu wissen, was man hat, war schon immer ein entscheidender Faktor. Die Pandemie hat gezeigt, dass Daten überlebenswichtig sind. Und da die Wirtschaft immer unberechenbarer wird, werden sie auch in Zukunft ein wichtiges Instrument sein.
Führungskräfte sind es sowohl ihren Kunden als auch ihren Mitarbeitern schuldig, einen strategischen Ansatz für größtmöglichen Schutz zu wählen. Unternehmen, die dem Thema Daten jetzt Priorität einräumen, werden einen Abschwung mit größerer Wahrscheinlichkeit überstehen und am Ende mit einem echten Wettbewerbsvorteil aus der Krise hervorgehen.