Storage-Tuning beim Möbelhersteller USM

Daten-Backup beschleunigt

16.03.2004
Von 
Gabi Visintin ist PR-Beraterin bei der Storymaker GmbH.
Mit einer neuen Backup-Lösung hat USM den Zeitaufwand für die Datensicherung um mehr als 30 Prozent verkürzt.

WAS TUN, wenn die steigende Zahl kleiner Dateien im Unternehmensnetz das Daten-Backup lahmlegt? Vor dieser Frage stand Udo Stolpmann, IT-Leiter der deutschen Tochtergesellschaft von „Ulrich Schärer Münsingen“ (USM). Mit insgesamt 400 Mitarbeitern stellt USM hochwertige Büroeinrichtungen her. Der Vertriebs- und Montagestützpunkt im deutschen Bühl beschäftigt über 140 Mitarbeiter.
„Für uns ist die IT erfolgskritisch“, betont Stolpmann: „Wir können es uns schlichtweg nicht leisten, dass unternehmenskritische Daten für mehrere Stunden nicht zur Verfügung stehen. Deshalb haben für uns das Daten-Backup und die umgehende Wiederherstellung der gesicherten Daten im Bedarfsfall einen extrem hohen Stellenwert.“ Das ursprünglich für eine relativ kleine Umgebung konzipierte Open- SAN-Backup schien den Anforderungen Anfang 2003 nicht mehr gewachsen. Der Speicherbedarf von Powerpoint-, Excel- und Word- Dateien sowie kleineren CAD- oder Foto-Dateien belegte inzwischen fast 75 Prozent des gesamten Datenvolumens von rund 300 Gigabyte.
So hielten die USM-Verantwortlichen Ausschau nach einer großen Enterprise-Datensicherungslösung. Doch die Idee wurde sofort wieder verworfen. „Zu teuer und aufwändig“, begründet Stolpmann die Entscheidung, die vorhandene Backup-Lösung von Computer Associates aufzurüsten.
Der Umstieg auf die neue Version von „Brightstor Arcserve Backup“ wurde an einem einzigen Wochenende realisiert. Bereits in der Nacht von Montag auf Dienstag erfolgte die erste Vollsicherung. Den Aufwand für die Migration beziffert Stolpmann mit einem Tag Beratung und zwei Tagen Umstellung, an denen je ein Techniker und zwei Mitarbeiter teilnahmen. „Alles inklusive - samt Lizenzen - nahmen wir rund 11 000 Euro in die Hand“, rechnet der USM-IT-Leiter vor und wägt Kosten und Nutzen gegeneinander ab: „Lassen Sie nur einmal den Super-GAU eines Total-Systemausfalls eintreten, dann haben sich die Investitionen schnell amortisiert.“ Installiert wurde die neue Lösung des Büromöbelspezialisten, der neben der Image- und SANOption Backup Agenten für Open Files, Microsoft SQL und Microsoft Exchange verwendet, auf insgesamt fünf Server.

Performance erhöht

Die Leistungssteigerung basiert vor allem auf zwei Änderungen: Die Brightstor-Datenbank wurde auf einen anderen Server verlagert, und die Image-Option fasst heute automatisch die Datenströme beziehungsweise kleine Dateien in optimal zu verarbeitende Datenblöcke zusammen. Die Tuning-Empfehlungen von CA und Systempartner CCP aus Stuttgart brachte allein zwischen 10 und 15 Prozent an Performance, der Einsatz der neuen Backup-Version noch einmal so viel. So konnten das Datenbackup- Zeitfenster für eine Vollsicherung von fast neun Stunden auf unter sechs Stunden verkürzt und die zentrale Systemadministration vereinfacht werden. „Damit ist die Verfügbarkeit unserer IT auf einem hohen Niveau gesichert“, bilanziert Udo Stolpmann. (uk)