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Dataquest: 2001 war ein Horror-Jahr für Halbleiter

20.12.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Marktforscher von Dataquest haben erschütternde vorläufige Zahlen zum weltweiten Halbleitermarkt im Jahr 2001 vorgelegt. Die Branche erlebt das schlechteste Jahr ihrer Geschichte; die Einnahmen gingen gegenüber dem Vorjahr um 33 Prozent auf 152 Milliarden Dollar zurück. In der Folge dürften es einige Hersteller schwer haben, wieder in Form zu kommen. Die Auguren rechnen daher für das kommende Jahr mit einer Konsolidierung des Markts.

Die Verluste der führenden Hersteller sind allesamt zweistellig. Als einziges Unternehmen aus den Top Ten kommt der führende europäische Anbieter ST Microelectronics mit weniger als 20 Prozent Schwund davon. Im Jahresvergleich mauserte sich ST damit von sechst- zum drittgrößten Anbieter weltweit. Der Siemens-Ableger Infineon liegt laut Dataquest mit einem Umsatzeinbruch um 32,4 Prozent im Mittelfeld; am schlimmsten erwischte es NEC mit Mindereinnahmen von 49,4 Prozent im Jahresvergleich. Hier die vollständige Liste:

Intel, Jahresumsatz 2001: 23,5 Milliarden Dollar (minus 22,4 Prozent), 15,5 Marktanteil;

Toshiba, 7,14 Milliarden Dollar (minus 34,3 Prozent, 4,7 Prozent Marktanteil;

ST Microelectronics, 6,36 Milliarden Dollar (minus 19,4 Prozent), 4,2 Prozent Marktanteil;

Samsung, 6,32 Milliarden Dollar (minus 40,3 Prozent), 4,2 Prozent Marktanteil;

Texas Instruments, sechs Milliarden Dollar (minus 34,8 Prozent), 3,9 Prozent Marktanteil;

NEC, 5,39 Milliarden Dollar (minus 49,4 Prozent), 3,5 Prozent Marktanteil;

Motorola, fünf Milliarden Dollar (minus 34,9 Prozent), 3,3 Prozent Marktanteil;

Hitachi, 4,72 Milliarden Dollar (minus 35,2 Prozent), 3,1 Prozent Marktanteil;

Infineon, 4,54 Milliarden Dollar (minus 32,4 Prozent), drei Prozent Marktanteil, sowie

Philips Semiconductors, 4,44 Milliarden Dollar (minus 29,2 Prozent), 2,9 Prozent Marktanteil.

(tc)