Europäische Manager sind skeptisch

Das papierlose Büro bleibt eine Illusion

14.04.2000
MÜNCHEN (CW) - Das vielzitierte papierlose Büro ist in den nächsten zehn Jahren nicht zu verwirklichen. Diese Ansicht vertreten vier von fünf europäischen Managern laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens The Survey Shop.

Besonders skeptisch bezüglich der vollständigen Digitalisierung papiergebundener Informationen zeigten sich die Franzosen. 93 Prozent schenken einschlägigen Vorhersagen keinen Glauben.

The Survey Shop erarbeitete die Studie im Auftrag des Kopierer- und Druckerherstellers Xerox. Dieser verweist wenig überraschend auf die anhaltende Bedeutung von Papierdokumenten. So gaben drei Viertel der Befragten an, wichtige Dokumente sowohl in digitaler Form als auch auf Papier zu lagern. 60 Prozent erklärten, Kalkulationen, Angebote und Berichte lieber gedruckt als auf dem Bildschirm zu lesen.

Vorteile biete das Medium Papier auch beim Korrekturlesen von Texten, so ein weiteres Ergebnis. 33 Prozent der Führungskräfte drucken selbst E-Mails und Web-Seiten aus, bevor sie sie lesen. In den kommenden drei Jahren werden sich E-Mails und Web-Inhalte zu den wichtigsten Dokumententypen in europäischen Unternehmen entwickeln, prognostizieren die Markforscher. Dahinter rangierten Kundendatenbanken und PC-basierte Dateien. Die Bedeutung von Telefax, Tageszeitungen und Magazinen werde in diesem Zeitraum sinken.