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DaimlerChrysler simuliert Crashtests mit Linux

21.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - DaimlerChrysler hat US-Presseberichten zufolge 108 IBM-Workstations "Intellistation M Pro 6850" (Dual-P4 mit 2,2 Gigahertz und Gigabit-Ethernet) angeschafft, die unter Red Hat Linux laufen. Die Maschinen sollen zu einem Verbund geclustert und zusammen mit einem "TotalStorage FastT500" (2,6 Terabyte Kapazität) zur Simulation von Crashtests genutzt werden. Simulationen sind zwar aufgrund des enormen Rechenaufwands teuer, aber immer noch billiger als die Fertigung von Prototypen und deren Zerstörung in echten Tests.

Computer nutzt DaimlerChrysler für solche Simulationen bereits seit Anfang der 90er Jahre - zunächst klassische Supercomputer, später geclusterte RISC-Systeme mit kommerziellen Unixen. Nun folgt der Umstieg auf noch kostengünstigere Intel-basierende Hardware und das bekannte quelloffene Betriebssystem. Aus Standardhardware geclusterte Numbercruncher waren bislang vor allem in der akademischen Forschung populär; sie dringen aber zunehmend auch ins kommerzielle Computing vor. (tc)