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D&M stellt Rio-Audioplayer ein

29.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die japanische D&M Holding, der unter anderem HiFi-Edelmarkenwie Denon und Marantz gehören, zieht sich aus dem "ultrakompetitiven" Geschäft mit digitalen Audioplayern zurück. Die Produktion der "Rio"-Geräte soll Ende September eingestellt werden. Die ersten "Rio"-MP3-Player hatte ursprünglich die Firma Diamond Multimedia auf den Markt gebracht. Sie wurde daraufhin 1998 vom US-amerikanischen Musik-Branchenverband Recording Industry Association of America (RIAA) verklagt, der MP3 damals primär als Format von Raubkopierern einstufte. Nach einem zwischenzeitlichen Verkaufsstopp entschieden Gerichte letztendlich gegen die RIAA und ebneten damit letztendlich dem heute von Apples iPod dominierten Markt für digitale Musik den Weg.

Diamond Multimedia wurde kurz darauf vom taiwanischen Chiphersteller S3 übernommen. Dieser verkaufte sein Halbleitergeschäft, firmierte um in Sonicblue und kaufte noch andere Consumer-Electronics-Player wie ReplayTV zu. Inmitten des Dotcom-Crashs erging es dem Hersteller immer schlechter, bis er schließlich Anfang 2003 Konkurs anmeldete und die Rio-Aktiva an D&M abstieß. Dieses brachte in der Folge eine Reihe recht erfolgreicher Designs ("Rio Karma", "Carbon) auf den Markt, die allerdings dem iPod nie signfikant Marktanteile abnehmen konnten.

D&M wird die Markenrechte an Rio vorerst aber behalten und außerdem für Händler und Endkunden weiterhin Service anbieten. (tc)