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D.H. Brown äußert Kritik an Linux

12.04.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In einer aktuellen Studie hat das amerikanische Beratungsunternehmen D.H. Brown Associates Linux im Vergleich zu kommerziellen Unixen und Windows NT fehlende High-end-Features vorgeworfen. Dennoch hat die Company die Linux-Distributionen von Caldera und RedHat in die ausgewählte Liste von Betriebssystemen aufgenommen, die es regelmäßig einem Vergleichstest unterzieht. Hauptkritikpunkte der Berater an Linux waren die fehlenden Funktionen für Failover-Clustering, unzureichender Support für Mehrwege-Server und ein zu komplexes File-System, daß keinen ausreichend schnellen Reboot einer abgestürzten Maschine erlaube. "In Umgebungen mit mehreren Standorten und Abteilungen, wo ein Ausfall das ganze Geschäft in Mitleidenschaft zieht, sind kommerziell entwickelte Unixe noch immer im Vorteil", behauptete Tony Iams von D.H. Brown.

Dennoch, so die Berater, gebe es bereits jede Menge Einsatzgebiete, für die Linux auch jetzt schon tauge. Unter anderem nennt die Studie Datei- und Druck-Server, billige "Numbercruncher" für wissenschaftliche Berechnungen, und preisgünstige "Thin-Client"-Rechner mit eingeschränktem Funktionsumfang. Ganz besonderes Lob erhielt die Web-basierte Management-Konsole von RedHat Linux. "Ein enorm leistungsstarkes Feature", erklärte Iams. "Dem Web-basierten Management gehört eindeutig die Zukunft."