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Cyberchonder breiten sich in den USA aus

01.08.2007
In den USA ist die Zahl der Menschen erneut gestiegen, die sich im Web über ihre realen (und eingebildeten) Krankheiten informieren.

Mit zunehmender Verbreitung des Internet wächst auch die Zahl derjenigen Menschen, die sich online über Krankheiten informieren. Laut einer Umfrage von Harris Interactive haben im vergangenen Jahr in den USA rund 160 Millionen der insgesamt 225 Millionen Erwachsenen nach Online-Informationen zu ihrer Gesundheit gesucht. Im Jahr 2005 hatte sich die Zahl auf 117 Millionen belaufen, 2006 waren es bereits 136 Millionen Erwachsene. Die erste Umfrage zu diesem Thema hatte Harris im Jahr 1998 durchgeführt, damals wurden 54 Millionen "Cyberchonder" identifiziert. Der Begriff sei nicht negativ gemeint, berichteten die Marktforscher. Allerdings hat sich "Cyberchonder" inzwischen als Synonym für Menschen eingeschlichen, die im Web Krankheitssymptome finden und diese daraufhin – analog zum klassischen Hypochonder – auch bei sich selbst "entdecken".

In der Regel nutzen Cyberchonder die im Internet gefundenen Informationen im Gespräch mit ihrem Arzt – nicht immer zu deren Freude. Pro Monat sucht der durchschnittliche Kranke knapp sechs Mal im Web nach relevanten Informationen. Rund 88 Prozent der Cyberchonder gaben an, dass sie dabei die gewünschten Informationen gefunden haben. Immerhin 55 Prozent der Kranken haben sich nach dem Gespräch mit dem Arzt im Internet informiert, zehn Prozent mehr als im Vorjahr. (ajf)