CSI Zürich und Santa Barbara:\ X.25-Anschluß für IBM Serie 1

22.05.1981

ZÜRICH (sg) - Nach ihrem Start mit einem S1/370 Channel Attachment hat das Rechenzentrum CSI Zürich AG in Zusammenarbeit mit seinem Schwesterunternehmen, der CSI Channel Systems International in Santa Barbara, Kalifornien, nun auch einen X.25-Anschluß für die IBM-Minicomputer Serie /1 realisiert. Damit wird IBM-Mini-Benutzern der Zugang zu den öffentlichen Datennetzen, etwa Datex-P der Deutschen Bundespost oder dem im Herbst dieses Jahres in Versuchsbetrieb gehenden EDWP der schweizerischen PTT-Betriebe möglich.

Das S1/X.25 Attachment basiert hardwareseitig auf zwei Anschlußkarten, wovon die eine die Logik für die Kommunikation mit dem I/O-Kanal der Serie /1 enthält, während die andere einen Z-80A Mikroprozessor, 32 K-Byte RAM und 512 Byte ROM, aufnimmt. Letztere wird bei Initialisierung des Systems mit dem Netzwerk-Kontrollprogramm in Mikrocode geladen, worauf der Datenaustausch über das X.25-Protokoll gemäß Level 2 bis 3 mit dem Netzwerk stattfinden kann.

Das S1/X.25 Attachment zeichnet sich vor allem darin aus, daß es dank der Verwendung eines eigenen Mikroprozessors den Minicomputer Serie /1 von Kontrollfunktionen entlastet und Geschwindigkeiten bis 48 000 bps zuläßt. X.25-Funktionen der Level 2 und 3 werden dabei in Mikrocode abgehandelt.

Dadurch wiederum können auch kleinere Prozessoren der Serie /1, zum Beispiel das IBM-Modell 4952-C mit 54 bis 128 K-Byte-Hauptspeicher und ein oder zwei Disketteneinheiten noch für einen, Anschluß an das öffentliche Datennetz eingerichtet werden. Die Software-Unterstützung ist im Betriebssystem EDX (Event Driven Executive) und CF (Communications Facility} integriert.

Mit einem Auftrag zur Einrichtung von insgesamt 58 solcher S1/-X.25-Anschlüsse, den das CSI Rechenzentrum Zürich AG von der Deutscher Ring Lebensversicherungs AG in Hamburg erhielt, konnte kürzlich in West-Deutschland nach USA ein erster Erfolg für dieses neue Attachment verbucht werden. Der Deutsche Ring will bis zum Ende dieses Jahres seine über das ganze Bundesgebiet und West-Berlin verteilten Bezirksdirektionen mit Minicomputern der IBM Serie /1 ausrüsten und über das S1/ X.25 Attachment und das Datex-P-Netz der Deutschen Bundespost mit dem Host-Rechner, dem wiederum eine Serie./1 als Konzentrator vorgeschaltet wird, in Hamburg als erste Projektstufe verbinden.