Projekte

CSC und Fujitsu im Verzug

05.12.2003

MÜNCHEN (CW) - Der US-amerikanische IT-Dienstleister CSC wird das mit knapp 460 Millionen Dollar dotierte Vorhaben "Trilogy" nicht rechtzeitig abschließen. Ziel war es, 21000 PCs, Drucker und Scanner zu erneuern, LANs, Vermittlungskomponenten und Server zu überarbeiten sowie ein System zur Online-Recherche für die Kriminalbeamten einzuführen. Ein Systemspezialist vom FBI machte CSC für die Verzögerung verantwortlich, doch das Justizministerium teilte die Meinung nicht vorbehaltslos. Dort hieß es, dem FBI fehle es an technischem Verständnis, an Prozessen für das Projekt-Management und an Kontrollinstanzen.

Anforderungen unterschätzt

Große Probleme hat auch Fujitsu Services in Großbritannien. Im Zuge des Projekts "Libra" sollte der Dienstleister alle erstinstanzlichen Gerichte des Landes mit einem einheitlichen IT-System versorgen. Den Zuschlag bekam der IT-Dienstleister bereits 1998 (noch unter dem Namen ICL) für 146 Millionen Pfund. Aufgrund von Softwareproblemen wurde im Mai 2000 nachverhandelt und die Projektsumme auf 319 Millionen Pfund hoch gesetzt. Später wurde Fujitsus Aufgabe auf die reine Hardwarelieferung beschränkt. Einem nun bekannt gewordenen Regierungsbericht zufolge habe Fujitsu die Anforderungen nicht verstanden, sei ein enormes Risiko eingegangen und habe ein Angebot zum Schleuderpreis erstellt. (jha)