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CSC-Ploenzke trennt sich von Outsourcing-Vorstand

29.09.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die CSC Ploenzke AG und ihr seit Anfang 2001 für das deutsche Outsourcing-Geschäft zuständiger Vorstand Uwe Kamann gehen getrennte Wege. Mit der Konzernentscheidung, den Vertrieb künftig europaweit zu organisieren, wurde Kamanns Position überflüssig.

Alle Vertriebsaktivitäten im Outsourcing- und Application-Services-Geschäft wird nach Angaben von Vorstandssprecher Peter Strabel ab sofort die Unternehmenseinheit European Business Development verantworten. Für Vorstandsmitglied Kamann ist damit kein Platz mehr: Wegen "unterschiedlicher Auffassung" über diese Strategie verlässt er das Unternehmen.

CSC Ploenzke liegt mit seinem Outsourcing-Geschäft nicht ganz im Plan. Einige Aufträge, die im vergangenen Jahr schon fast unter Dach und Fach waren, seien im letzten Moment - meistens aufgrund personeller Veränderungen beim Kunden - gescheitert, berichtet Strabel. Nun soll der Vertrieb europaweit ausgerichtet werden, außerdem will CSC sich auf große Deals konzentrieren.

Laut Strabel gab es zuletzt zwei parallele Vertriebsorganisationen: eine europäische für internationale Großaufträge und eine deutsche für kleinere regionale Outsourcing-Kunden. Die Rollenverteilung sei immer schwieriger geworden, außerdem hätten Synergiepotenziale schlechter gehoben werden können, so Strabel. "Große Ausschreibungen angebotsbegleitend durchzuführen", habe sich als zunehmend problematisch erwiesen.

Auf die deutschen Vorstandsmitglieder von CSC Ploenzke kommt nun mehr Arbeit zu: Sie werden künftig - aufgestellt nach Branchen - Outsourcing-Kunden wie Marconi, Motorola, Bombardier oder auch die Deutsche Leasing selbst betreuen. Ziel ist es unter anderem, diesen Kunden neben der reinen Outsourcing-Leistung auch andere Dienste etwa aus der Beratungssparte anzudienen. (hv)