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CRM-Studie: Es kommt auf den Preis an

16.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Wirtschaftsinformatiker der Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) kommen in ihrer Studie "Customer Reklationship Management (CRM) 2003" zu überraschenden Ergebnissen. Kunden entscheiden sich aufgrund des Preises für oder gegen ein Produkt, doch die Freundlichkeit der Mitarbeiter einer Firma nennen sie als zweites Auswahlkriterium für eine Geschäftsbeziehung. Die Forscher am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik befragten im Rahmen ihrer Studie 411 Haushalte. Sie ermittelten auch, welche Kundengruppen bereit sind, mit Unternehmen zusammenzuarbeiten, indem sie persönliche Daten zur Verfügung stellen. Die Käufer erwarten nämlich, dass Firmen auf individuelle Wünsche eingehen.

Doch Unternehmen tun sich schwer, diesen Kundenwünschen nachzukommen, denn genau hier liegt nach Angaben von Professor Klaus Wilde eines der Kernprobleme. In der Studie gaben 76 Prozent der befragten Personen an, sie seien nicht bereit, persönliche Daten preiszugeben. "Hier gilt es somit für die Unternehmen, beim Kunden Ängste abzubauen und sie von den Vorteilen der Datenpreisgabe zu überzeugen", erklärt Wilde den Handlungsbedarf, den er auf Firmenseite sieht. Die Studie "CRM 2003 - So binden Sie Ihre Kunden" bietet neben den Ergebnissen einen aktuellen Marktüberblick zur CRM-Software von 68 Anbieter und kostet 495 Euro. Weitere Informationen und ein kurzes Abstract sind unter http://www.crm-competence.com erhältlich. (iw)