CRM: Mittelstand wünscht schnelle Lösungen

19.04.2002
Von Klaus Kuenzer

dreitägiger Schulung ist dieser in der Lage, die CRM-Software selbständig zu erweitern. Beispiele für CRM-Hersteller mit einem stark ausgeprägten komponentenorientierten Produktansatz sind Adito Software, Team Brendel und Update.com.

Eine derart bewegliche Software verfügt über objektorientierte Mechanismen und macht die einzelnen Komponenten wiederverwendbar. Sie unterstützt Basistechnologien wie E-Mail, Internet-Aufrufe, grafische Elemente, CTI-Funktionalitäten, Zusatztexte, Listenabfragen, Listenfelder und die Einbindung von Office-Lösungen, aber auch gängige Betriebssysteme und Datenbanken.

Im Folgenden werden die Auswahlkriterien eines Unternehmens, die zur Entscheidung für eine modulare Softwarearchitektur geführt haben, exemplarisch skizziert. Es handelt sich dabei um einen mittelständischen Betrieb mit rund 150 Mitarbeitern, dessen CNC-Maschinen zur Herstellung von Produkten in der optischen Industrie eingesetzt werden. Die Anforderungen im Vertrieb entsprechen weitgehend den komplexen Anforderungen des Anlagenbaus. Eine CRM-Standardsoftware, die über eine entsprechende Flexibilität verfügt hätte, war im Markt nicht aufzufinden. Es galt also, eine Lösung zu beschaffen, die über alle Basisfunktionen verfügt und gleichzeitig eine Anpassung an die Bedürfnisse des Unternehmens auf wirtschaftliche Weise ermöglicht.

Einsparpotenzial höher als erwartet

Ziel der Geschäftsführung war es, den enormen Zeitaufwand, den die Erstellung von Angeboten für den Fachvertrieb bislang bedeutete, um den Faktor zehn zu reduzieren. Die Abbildung eines automatisierten Angebots- und Auftragswesens war notwendig, was wiederum die Einbindung einer softwaregestützten Produktkonfiguration erforderte. Zudem galt es, die Angebotsversionen zu verwalten, um dem Vertrieb künftig jederzeit einen Überblick über den Stand der Offerten geben. Weitere Kriterien waren, eine automatisierte Aufstellung der Inbetriebnahmekosten inklusive standortabhängiger Reise-, Monteurskosten und Spesen abzubilden, Lieferscheine und Rechnungen in Abhängigkeit des Projektfortschritts automatisiert zu erstellen sowie die umfangreichen gesetzlichen Vorschriften bei der Ausfuhr von Produkten darzustellen. Die neue CRM-Software sollte demnach über Mechanismen verfügen, die für jedes Projekt automatisiert die erforderlichen Dokumente für die

Ausfuhr in Drittländer wie Handels- und Zolltexte erstellt. Im Ergebnis fiel das Einsparpotenzial der CRM-Software deutlich höher aus als erwartet. Auch die Akzeptanz der Mitarbeiter ließ sich durch die stufenweise Einführung von Anfang an sicherstellen.