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Critical Path: Schwache Zahlen, neuer CFO

06.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Messaging-Software- und Serviceanbieter Critical Path teilte gestern mit, dass Finanzchefin Laureen DeBuono das Unternehmen verlässt. Neuer CFO (Chief Financial Officer) wird Paul Bartlett, der zuletzt für die Personalberatung Hall Kinion & Associates tätig war. DeBuono verbleibt noch einen Monat im Unternehmen, um den Neuankömmling einzuarbeiten.

Gleichzeitig wies Critical Path für sein Ende Dezember abgeschlossenes viertes Quartal einen Nettoverlust von 34,2 Millionen Dollar aus im Vergleich zu 15,6 Millionen Dollar vor Jahresfrist. Die Einnahmen des Unternehmens gingen im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 21,8 Milionen Dollar zurück. Gegenüber dem Vorquartal konnte Critical Path den Umsatz allerdings um 14 Prozent steigern und gleichzeitig seine operativen Kosten von 27,6 auf 26 Millionen Dollar senken.

Für das Gesamtgeschäftsjahr 2002 weist die Firma auf Basis vom 87,1 Millionen Dollar Umsatz - minus 16 Prozent gegenüber Vorjahr - einen Nettoverlust von 131 Millionen Dollar aus (Vorjahr: 79,8 Millionen Dollar). Beim Vergleich des aktuell noch betriebenen "Kerngeschäft" mit den gleichen Aktivitäten aus dem Jahr 2001 stiegen die Einnahmen laut DeBuono um sechs Prozent. Für das laufende erste Quartal erwartet Critical Path erneut Einnahmen zwischen 20 und 22 Millionen Dollar und um bis zu eine Million niedrigere operative Kosten. Auf EBITDA-Basis (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) will die Firma im zweiten Quartal den Breakeven schaffen (Q4/2002: minus 4,2 Millionen Dollar). (tc)