Web

 

Critical Path ist in kritischem Zustand

29.12.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Wirtschaftsprüfer von Citical Path, PricewaterhouseCoopers, zweifelt am Überleben des auf Messaging- und Identity-Management-Lösungen spezialisierten Softwareanbieters. Dies geht aus einer Pflichtveröffentlichung von Critical Path, das einst zu den gefeiertsten Internet-Start-ups von San Francisco gehörte, bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hervor. Ende September hatte Critical Path noch liquide Mittel von 18,2 Millionen Dollar gemeldet. Davon waren aber, wie aus dem SEC-Filing hervorgeht, nur 4,2 Millionen unmittelbar in den USA verfügbar.

In dem Ende September abgeschlossenen Quartal hatte Critical Path bei 16,2 Millionen Dollar Umsatz (16 Prozent unter Vorjahr) 18,6 Millionen Dollar Verlust erwirtschaftet. Das Unternehmen bemüht sich gegenwärtig mit verschiedenen Maßnahmen am Kapitalmarkt um den Zufluss neuer Mittel. Die Aktie von Critical Path, in Hochzeiten nach dem Börsengang der Firma 1999 für über 150 Dollar gehandelt, schloss am Mittwoch im verkürzten Nasdaq-Handel bei 1,68 Dollar. (tc)