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Creative reibt sich im Kampf gegen Apple auf

12.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Eine Fehleinschätzung des Managements hinsichtlich des umkämpften Marktes für digitale Audio-Player und PC-Audio-Equipment hat dazu geführt, dass Creative Technology trotz starken Umsatzwachstums im abgelaufenen Geschäftsjahr kaum etwas verdient hat. Das in Singapur ansässige Unternehmen konnte im am 30. Juni beendeten Berichtszeitraum zwar seine Einnahmen auf 1,2 Milliarden Dollar gegenüber dem Vorjahr verdoppeln, doch der Nettogewinn brach von 134,2 auf 0,6 Millionen Dollar ein.

Dafür war auch das vierte Quartal maßgeblich mit verantwortlich. Zwischen April und Juni gingen die Erlöse im Jahresvergleich von 333,8 auf 305,4 Millionen Dollar zurück, unterm Strich stand ein Verlust von 31,9 Millionen Dollar. Creative litt hier insbesondere unter dem fallenden durchschnittlichen Verkaufspreis seiner Audio-Player (der beim populären "Zen Micro" beispielsweise um 40 Dollar sackte).

Weil sich die Verkäufe außerdem schlechter als gedacht entwickelten, häuften sich unerwartete Lagerbestände von Produkten und Komponenten (vor allem Flash-Speicher und Festplatten) an. Laut President Craig McHugh mussten im Schlussquartal rund 20 Millionen Dollar Überbestände abgeschrieben werden. Creative nannte für die kommenden Monate keine Umsatz- und Gewinnziele, will aber gegen Ende des Kalenderjahres wieder in die Gewinnzone zurückkehren. (tc)