Neuer Supercomputer T3E-900 vorgestellt

Cray/SGI kündigt Vereinheitlichung der Architektur für Superrechner an

29.11.1996

Momentan besteht Crays Produktpalette aus den mit Mips-RISC-CPUs rechnenden SMP-Maschinen "Cray Origin 2000", den Vektorsystemen "Cray T90" und "J90", die mit Vektorprozessoren arbeiten, sowie aus den massiv-parallelen Modellen "Cray T3E" beziehungsweise der jetzt vorgestellten Version "T3E-900". Letztere rechnen mit DECs Alpha-Prozessoren.

Die Vektor-Parallel-Architektur soll, so die Pläne des Unternehmens, mit der MPP- und der Scalable-shared-memory-Multiprocessing-(S2MP-)Architektur zu einem einheitlichen Konzept verschmolzen werden. "Computergram" zitiert den Cray-Manager Ameet Davé mit der Aussage, noch sei nicht sicher, welcher Prozessor dieser überarbeiteten Architektur zugrunde liegen werde. Der Chip der Wahl für Cray Research sei aber die Mips-CPU. SGI hatte die Mips Computer Systems Inc. bereits 1992 gekauft.

Das Modell T3E-900 wurde mit leistungsstärkeren, weil höher getakteten (450 Megahertz) Prozessoren ausgestattet. Dadurch soll die Rechenkraft gegenüber dem Vorgängersystem T3E um rund 50 Prozent gesteigert worden sein. Die Maschine kann mit bis zu 2048 CPUs bestückt werden, woraus sich zumindest theoretisch eine maximale Rechenleistung von 1,8 Tflops errechnen ließe.

Erste Auslieferungen sowie Aufrüstoptionen soll es ab dem zweiten Quartal 1997 geben. Die Preise beginnen bei einer Million Mark.