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Cray ist MCIs erster kommerzieller IPv6-Kunde

06.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In den USA feiert MCI den Supercomputer-Hersteller Cray als ersten offiziellen kommerziellen Kunden seines IPv6-Dienstes. Derzeit offeriert MCI die nächste IP-Generation als einen Overlay-Service für eigene Kunden in den USA, Europa und Asien. Eine native Implementierung will der Konzern Nutzern von T1- und T3-Leitungen des Netzbetreibers bis zum Jahresende anbieten. IPv6 hat im Vergleich zum heute gebräuchlichen IPv4 etliche Vorteile, wie etwa eine einfachere Administration, bessere Sicherheitsmechanismen und einen größeren Adressraum.

Cray nutzt MCIs IPv6-Service für Interoperabilitätstests und um die nächste Softwaregeneration der Supercomputer-Baureihe "Cray X1" mit integrieter IPv6-Unterstützung zu entwickeln. Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern sieht sich Cray hier zu schnellem Handeln gezwungen, da das Unternehmen unter seinen Kunden viele US-Regierungsbehörden hat. Und diese zählen in den USA zu den Vorreitern in Sachen IPv6-Implementierung. So hatte erst kürzlich das US-Verteidigungsministerium konkrete Migrationspläne angekündigt. (hi)