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Covisint will bis Jahresende schwarze Zahlen schreiben

17.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Covisint-CEO Kevin English geht davon aus, dass Covisint, der führende B-to-B-Marktplatz für die Automobilbranche, bis Ende des laufenden Jahres profitabel wirtschaftet. Zunächst jedoch benötigt die Handelsplattform im Februar oder März weitere Finanzmittel. Zu diesem Zweck will sich English an die bisherigen Investoren, darunter die Automobilhersteller General Motors, Ford, DaimlerChrysler und Nissan sowie die Technologiepartner Commerce One und Oracle wenden. Da der Finanzierungsbedarf relativ gering ausfalle, stünden die Investoren trotz derzeitiger Finanzmisere einer weiteren Unterstützung positiv gegenüber, erklärte der Covisint-Chef. English rechnet damit, dass sich das Umsatzwachstum der Handelsplattform im laufenden Jahr mehr als verdoppeln wird. Ein Börsengang sei in Vorbereitung, so English. Er tendiere jedoch erst dann zu einem IPO, wenn der Marktplatz Gewinne

vorweisen könne. Covisint versammelt derzeit elf Automobilhersteller und rund 5000 Lieferanten auf einer Handelsplattform. Mit 2000 von ihnen generiert der Marktplatz bereits Umsätze. Ein Großteil der Zulieferer hat sich vor allem registriert, um an Auktionen teilnehmen zu können. Aufgrund der breiten Diversifizierung und der neuen Angebote werde der Anteil der Versteigerung jedoch schon in diesem Jahr unter die 50-Prozent-Marke fallen. English rechnet nicht damit, dass einer der beteiligten Autohersteller abspringt: "Die Firmen haben auf jeden Fall bereits mehr als ihre Investitionen eingespart."