Deutsche Telekom

Covid-19-App liefert schneller Testergebnis

01.04.2020
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Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Die Deutsche Telekom hat eine kostenlose Corona-App veröffentlicht. Diese Covid-19-App liefert Patienten schneller Testergebnisse.

Die Telekom Healthcare Solutions hat mit ihrem Partner BS Software Development eine Covid-19-App entwickelt, die auf Corona getestete Menschen zeitnah über das Testergebnis informieren soll. Damit sollen Menschen, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS CoV2 getestet werden, vier bis acht Stunden früher das Testergebnis erfahren.

Deutsche Telekom: Covid-19-App liefert Testergebnis
Deutsche Telekom: Covid-19-App liefert Testergebnis
Foto: Deutsche Telekom

Die App soll die zeitintensive telefonische Abfrage der Ergebnisse ersetzen und damit sowohl Patienten als auch Ärzte und Gesundheitsämter entlasten. Patienten mit negativem Befund müssen gar nicht erst anrufen, um nach ihrem Testergebnis zu fragen. Bei einem positiven Ergebnis können dagegen alle erforderlichen Maßnahmen direkt eingeleitet werden.

BS Software Development bietet das Verfahren allen Laboren in Deutschland kostenlos an. Bundesweit werden laut Telekom täglich mehrere zehntausende Tests durchgeführt. 5.000 davon im Labor Dr. Wisplinghoff in Köln, das die App wie rund zehn weitere Labore bereits in ihrem System implementiert hat.

So funktioniert die Covid-19-App

Der Patient meldet sich bei seinem Hausarzt und teilt ihm seine Symptome mit. Der Hausarzt entscheidet, ob ein Test durchgeführt werden soll und druckt in diesem Fall zwei Etiketten aus: Ein Auftragsetikett für das Labor und eines für den Patienten. Der Hausarzt überweist den Patienten dann in der Regel zu einem Testzentrum für Covid-19. Der dort genommene Abstrich geht mit dem Auftragsetikett an das Labor. In diesem wird der Barcode eingescannt. Sobald der Befund vorliegt, wird das Ergebnis anonymisiert in der Telekom Healthcare Cloud gespeichert. Der Patient erhält in Echtzeit seinen Befund in der App.

Die Covid-19 App steht auf Google Play und im App Store zur Verfügung. Patienten können den Code auf dem Etikett mit ihrem Smartphone scannen oder die App direkt im Google Play Store oder im App Store herunterladen.

Der Ablauf
Der Ablauf
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Um sich einzuloggen, öffnen Patienten die App und scannen mit dem Smartphone den Code auf dem Etikett. Alternativ können die Patienten auch die ID-Nummer eingeben, die ebenfalls auf dem Etikett steht. Das Etikett erhalten Patienten, sobald bei ihnen ein Abstrich zur Untersuchung auf Covid-19 durchgeführt wird. Welche Labore die Covid-19 Patienten-App im Einsatz haben, ist in dieser Liste aufgeführt.

Die App ist sowohl für Patienten als auch für Labore kostenlos. Die App ist laut Telekom mit jedem Laborinformationssystem kompatibel. (PC-Welt)