Dank Zero-Rating

Corona-Warn-App belastet nicht Mobilfunkvertrag

17.06.2020
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Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Die Corona-Warn-App belastet nicht das monatliche Datenvolumen des Mobilfunkvertrags. Das gilt für Telekom, Vodafone und O2. Aber zum Beispiel auch für Tchibo Mobil, das das O2-Netz nutzt, und für Aldi Talk.

Gute Nachricht für die Nutzer der Corona-Warn-App: Sie belastet nicht das monatliche Datenvolumen des Smartphone-Benutzers. Mobilfunk-Provider wie Vodafone bezeichnen die App als „Zero-Rating-Angebot“: „Das heißt, dass die App keinerlei Datenvolumen Deines Tarifs oder Prepaid-Guthabens verbraucht – ganz unabhängig von Deinem Smartphone-Modell und Mobilfunkanbieter. So erfüllt die Corona-Warn-App jederzeit zuverlässig ihren Zweck.“ Vodafone empfiehlt ausdrücklich die Installation der App.

So wirbt die Bundesregierung für Corona-Warn-App
So wirbt die Bundesregierung für Corona-Warn-App
Foto: coronawarn.app

In das gleiche Horn stößt Telefónica Deutschland. Auch dieser Provider rät zur Installation der Corona-Warn-App. Ebenso wie bei Vodafone geht auch bei O2 das durch die Corona-Warn-App verbrauchte Datenvolumen nicht auf Kosten des monatlichen Datenvolumens: „Das durch die App innerhalb von Deutschland verbrauchte Datenvolumen rechnet Telefónica Deutschland nicht auf die Mobilfunktarife der Kunden an.“ Denn: „Ein solches System funktioniert nur, wenn möglichst viele Menschen es anwenden. Um das zu fördern, wird Telefónica Deutschland den Datenverbrauch, der durch die App in Deutschland entsteht, nicht auf die Mobilfunktarife der Kunden anrechnen.“

Dieses Zero-Rating gilt auch für Mobilfunkkunden der Deutschen Telekom. Das berichtet Spiegel Online unter Berufung auf Telekom-Chef Timotheus Höttgens. Höttgens betont zudem, dass der gestrige teilweise Ausfall des Mobilfunknetzes der Deutschen Telekom nicht mit dem Start der Corona-Warn-App zusammenhänge: Deutsche Telekom - 5G-Ausbau legte Mobilfunknetz lahm.

Mobilfunkanbieter ohne eigenes Netz wie zum Beispiel Tchibo Mobil oder Aldi Talk rechnen das durch die Corona-Warn-App verursachte Datenvolumen ebenfalls nicht auf das monatliche Datenvolumen ihrer Kunden an. Das bestätigen uns Tchibo und Aldi. (PC-Welt)