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Corel meldet weitere Stellenstreichungen

30.06.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die kanadische Softwareschmiede Corel hat den Abbau von weiteren 66 Arbeitsplätzen oder neun Prozent ihrer Belegschaft bekannt gegeben. Das in Ottawa ansässige Unternehmen begründete die Streichungen mit den unerwartet niedrigen Einnahmen im zweiten Geschäftsquartal 2003. Zwar kletterte der Umsatz in den Monaten März, April und Mai gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode von 30,8 Millionen auf 32,2 Millionen Dollar. Der Anstieg resultierte jedoch primär auf dem Verkaufsstart der Softwaresuite "World Perfect Office 11". Die Erlöse von Corels XML-basierenden Content-Management-Lösungen legten im Jahresvergleich um knapp 47 Prozent zu, schrumpften aber gegenüber dem vorangegangenen ersten Fiskalquartal um 60 Prozent von 1,1 Millionen auf 456.000 Dollar. Als Nettoergebnis wies die Company einen Verlust von 5,5 Millionen Dollar oder sechs Cent pro Aktie aus verglichen mit einem

Nettodefizit von 6,3 Millionen Dollar im Geschäftsjahr 2002.

Um noch in diesem Geschäftsjahr in die Gewinnzone zurückzukehren, versuchen die Kanadier, die vierteljährliche Betriebskosten auf Höhe des prognostizierten Umsatzes zu halten. Wie das Unternehmen mitteilt sollen die Personalkosten durch den jüngsten Stellenabbau um rund 4,2 Millionen Dollar jährlich sinken. Anfang November vergangenen Jahres hatten die Kanadier bereits die Streichung von 220 Arbeitsplätzen oder 22 Prozent ihrer damaligen Belegschaft bekannt gegeben. (mb)