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Corel erneuert Corel Draw

08.03.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der kanadische Softwarehersteller Corel hat seine "Corel Draw Graphics Suite" auf den Versionsstand 12 gebracht. Das Paket enthält neben "Corel Draw" zur Erstellung von Illustrationen, Vektorgrafiken und Seiten-Layouts die Bildbearbeitung "Photo Paint" und "Corel Rave", mit dem sich Grafiken animieren lassen.

Überarbeitet wurden die "intelligenten Werkzeuge", die dem Anwender bei der Erstellung präziser Formen und Objekte helfen sollen. Laut Corel sorgen implementierte Algorithmen für die Erkennung von Basisformen während des Zeichnens. Sie werden dann automatisiert geglättet. So sollen Freihandstriche zu Linien und Kästen zu Rechtecken konvertiert werden.

Zu den weiteren Funktionen zählen dynamische Hilfslinien, an denen sich Objekte ausrichten lassen und die Einbettung von Schriften in eine Grafikdatei. Dadurch lassen sich die Grafiken auch auf Rechnern korrekt darstellen, auf denen die betreffenden Fonts nicht installiert sind. Mit Hilfe von "Virtuelles Segment löschen" können in Strichzeichnungen Teile von grafischen Elementen entfernt werden, die verdeckt dargestellt werden sollen.

Erweitert wurde zudem die Auswahl an Im- und Exportfiltern. So unterstützt die Graphics Suite nun auch Dateiformate von Microsoft Office, SVG (Scalable Vector Graphics), AutoCAD, HPLG, Adobe Photoshop und Illustrator sowie PDF.

Inklusive "Corel Trance" zum Vektorisieren von Zeichnungen, "Corel Capture" zum Erstellen von Bildschirmfotos, einer Trainings-CD, 10.000 Cliparts, je 1000 Schriften und Fotos kostet die Vollversion knapp 600 Euro. Schüler und Studenten bekommen die Software gegen Nachweis für rund 50 Euro.

Corel bietet die Graphics Suite ausschließlich für die Windows-Systeme 2000 und XP an. Die Entwicklung einer Apple-OS-Version hat Corel aufgrund der zu geringen Nachfrage eingestellt. (lex)