Anleitung für das Open-Source-System

Content-Management mit Zope

12.10.2001
MÜNCHEN (CW) - Das quelloffene Content-Management-System (CMS) "Zope" erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Das vorliegende Buch möchte vor allem Anfängern den Einstieg erleichtern. Das Spektrum der Themen reicht von der Installation über die Rechteverwaltung bis zur Programmierung.

Aufgrund fehlender Handbücher und unvollständiger Dokumentation bedürfen Open-Source-Programme häufig ergänzender Fachliteratur. Nur so erschließt sich dem normalen Anwender der Umgang mit der freien Software. Angesichts der horrenden Preise, die CMS-Anbieter teilweise für ihre Produkte verlangen, existiert sicher Bedarf an einem umfassenden Werk zum freien, aber jedenfalls konkurrenzfähigen Zope.

Die Lektüre des Buchs weckt allerdings Zweifel, ob es diesem Anspruch genügen kann. Zwar decken die Autoren, allesamt Mitarbeiter der Berliner Beehive GmbH, ein breites Themenspektrum ab. Man merkt dem Buch aber auf Schritt und Tritt an, dass die Verfasser zuvor Zope-Dokumentationen geschrieben haben. Die Logik der Darstellung orientiert sich weitgehend an der Abfolge der Menüs und Konfigurationsbildschirme. Vollgepflastert mit Screenshots, erinnert es daher an jene Titel, die gleichzeitig mit jeder neuen Office-Version auf den Markt kommen. Dabei bleibt die Darstellung von größeren Zusammenhängen auf der Strecke. Das fehlende didaktische Konzept äußert sich auch in einer nur rund zehnseitigen und daher ziemlich nutzlosen Einführung in die Sprache Python.

Beehive GmbH (Hrsg.): Zope. Content-Management- und Web-Application-Server. Heidelberg: dpunkt 2001. 422 Seiten, 89 Mark.