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Computacenter erwartet Gewinneinbruch

29.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Computacenter, Europas größtes Systemhaus, hat seine Gewinnprognose für 2005 gesenkt. Das Unternehmen aus Hatfield befürchtet, dass der Profit deutlich hinter den Erwartungen der Finanzanalysten zurückbleiben wird. Laut Umfrage von "Yahoo Finance" rechneten die Analysten bislang im Schnitt nur noch mit einem Vorsteuergewinn (Ebt) von 44,78 Millionen Pfund, nachdem Computercenter bereits im April vor einem Ergebniseinbruch gewarnt hatte (Computerwoche.de berichtete). Nun könnte die Markterwartung sogar auf 25 bis 28 Millionen Pfund sinken, berichtet die "BBC".

Als Erklärung führt Computacenter an, dass sich die zu Ende des ersten Quartals gemeldeten schwierigen Bedingungen für den Handel im laufenden Dreimonatszeitraum fortgesetzt hätten. Die im Dienstleistungsgeschäft verzeichnete Wachstumsrate sei nicht hoch genug ausgefallen, um den Umsatzausfall im Hardwareverkauf aufzufangen. Firmenchef Mike Norris räumte in diesem Zusammenhang ein, dass sein Unternehmen im PC-Wartungsgeschäft Kunden an den Konkurrenten Dell verloren habe. "Wir müssen einsehen, dass der Servicebedarf bei PC-Produkten gesunken ist", so Norris während einer Telefonkonferenz. "Dell hat uns geschlagen, da sie eine ausreichend gute Lösung anbieten." Computacenter dagegen betreibe und verkaufe eine Rolls-Royce-Lösung.

Insgesamt geht Computacenter nun davon aus, dass die Einnahmen im ersten Halbjahr um rund zehn Prozent unter denen des Vorjahreszeitraums liegen werden. Wie hoch die Differenz ausfalle, hänge stark von den letzten Tagen des aktuellen Quartals ab, teilte die Company mit. Gleichzeitig wiesen die Briten darauf hin, dass wegen der geringen Produktverkäufe auch der von Herstellern gewährte Rabatt geschrumpft sei, was sich zusammen mit dem Umsatz auf die Marge im ersten Halbjahr auswirken werde. (mb)