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Compaq verdient wieder richtig Geld

26.07.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der texanische IT-Riese Compaq hat für das abgeschlossene zweite Quartal seines laufenden Geschäftsjahres einen Nettogewinn von 387 Millionen Dollar oder 21 Cent pro Aktie ausgewiesen und damit den Erwartungen der Analysten entsprochen. Vor Jahresfrist hatte der Konzern noch einen Fehlbetrag von 184 Millionen Dollar oder elf Cent je Anteilschein gemeldet. Der operative Gewinn stieg übers Jahr sogar um 669 Prozent auf 793 Millionen Dollar (was angesichts des vorigen Krisenjahres allerdings kein Kunst ist). Den Umsatz steigerte Compaq gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (9,4 Milliarden Dollar) um 7,5 Prozent auf 10,1 Milliarden Dollar. Dabei profitierte das Unternehmen vor allem vom boomenden Server-Geschäft (einzig die Alpha-Division musste auf Grund von Lieferengpässen bei wichtigen Komponenten einen Umsatzrückgang von 13 Prozent hinnehmen). Auch der Bereich Unternehmens-PCs

schrieb nach einem Verlust von 224 Millionen Dollar im Vorjahresquartal diesmal wieder schwarze Zahlen (62 Millionen Dollar).

Chief Executive Officer (CEO) Michael Capellas erklärte, das Ergebnis gehe nicht zuletzt auf das Konto der steigenden Nachfrage von Unternehmenskunden nach Windows-2000-Systemen. "Wir liefern jeden Monat mehr aus", erklärte der Konzernchef. "Die meisten Firmenkunden haben auf das erste Service Pack gewartet. Jetzt kommt die Sache richtig in Schwung." Capellas äußerte sich optimistisch, dass Compaq seinen Aufwärtstrend auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen kann. Im zweiten Halbjahr werde man hoffentlich ein zweistelliges Wachstum vermelden, so der CEO. Die Finanzwelt rechnet laut First Call/Thomson derzeit mit einem Jahresgewinn von 1,08 Dollar pro Aktie.