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Compaq baut akademischen Alpha-Supercomputer

04.08.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Endlich kann der texanische IT-Riese Compaq mal wieder etwas für das Image seiner von Digital Equipment übernommenen Alpha-Prozessorarchitektur tun: Die National Science Foundation (NSF), die Akademie der Wissenschaften der USA, hat einen Superrechner im Wert von 36 Millionen Dollar geordert. Das System wird als Cluster aus 682 Alpha-Servern mit insgesamt 2728 auf 700 Megahertz getakteten "21264A"-CPUs realisiert und erreicht damit eine theoretische Rechenleistung von mehr als 6 TB. Damit ist die Compaq-Maschine schneller als der gerade von Department of Defense bestellte IBM-Numbercruncher "Blue Wave" und das zur Simulation von Atomtests genutzte ASCI-Trio "Red" (Intel), "Pacific Blue" (IBM) sowie "Blue Mountain" (SGI). Sie soll im Supercomputing Center in Pittsburgh installiert werden. Mit der Fertigstellung wird allerdings nicht vor Ende kommenden Jahres gerechnet. Bis dahin bleibt der Konkurrenz

genügend Zeit, um den Alpha-Cluster vom theoretischen zweiten Platz der "Top-500"-Liste der weltweit stärksten Bit-Boliden zu verdrängen.