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Commerzbank steht auf E-Procurement

26.02.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Um die Bestellvorgänge für C-Artikel zu vereinfachen, wird die Commerzbank AG ihr gesamtes elektronisches Beschaffungswesen künftig über die internetbasierten Bestell- und Katalogsysteme des Fullservice-Providers CaContent GmbH, Mainz-Kastel, abwickeln.

Als ersten Schritt will die Bank ab März dieses Jahres alle Büromaterialien mit Hilfe der Internet-Applikation "CaDirekt" über das gleichnamige, von CaContent betriebene Handelsportal für Verbrauchsgüter ordern. Falls sich dieses Modell bewährt, ist für das Jahr 2002 ist geplant, die E-Procurement-Kooperation sukzessive auf andere Verbrauchsmaterialien wie IT-Zubehör, Verpackungs- und Hygieneartikel auszudehnen. Zur integrierten Beschaffungsabwicklung sollen dann die in den Industriestandards BMEcat und E-Cl@ss erstellten Online-Kataloge durch die Bestellplattform "CaProfessional" mit den SAP-R/3-Systemen des Finanzkonzerns verknüpft werden. Ferner besteht dadurch die Möglichkeit, Kataloge konzerneigener Lieferanten in das interne Bestellsystem einzubinden. Ob die Commerzbank eine Intra- oder eine Extranet-Lösung favorisiert, steht derzeit noch nicht fest.

CaContent fungiert nicht nur als Handelshaus und Content-Provider von Katalogdatenbanken im Internet, sondern bietet auch Softwarelösungen zur Steuerung des Beschaffungsprozesses an. Eigenen Angaben zufolge stehen den bislang über 700 freigeschalteten Unternehmenskunden über das Standard-Beschaffungsportal CaDirekt derzeit in neun Lieferkatalogen mehr als sieben Millionen Produkte zur Verfügung. Seit Mai vergangenen Jahres ist die Commerzbank über ihre 100-prozentige Tochtergesellschaft Commerz Netbusiness AG mit 20 Prozent an dem E-Procurement-Anbieter beteiligt. Im Rahmen dieser strategischen Partnerschaft wollen beide Unternehmen gemeinsam internetbasierte B-to-B-Lösungen für die elektronische Beschaffung vertreiben.