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Commerce One siecht dahin

24.09.2004

Der Wandel zum Web-Services-Integrations-Player hat dem einstigen Anbieter von Software für elektronische Marktplätze, Commerce One, offenbar wenig geholfen. In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC erklärte das Unternehmen aus San Francisco, nun, dass es womöglich den Geschäftsbetrieb herunterfahren und Gläubigerschutz nach Paragraph 11 (Reorganisation) oder 7 (Liquidation) des US-Konkursrechts beantragen müsse. Gleichzeitig deutete Commerce One an, dass die vorhandenen Mittel in diesem Fall voraussichtlich nicht ausreichen würden, um Gläubiger und Aktionäre abzufinden.

Als Begründung führte das zehn Jahre alte Unternehmen an, die Betriebskosten würden die Umsätze bei weitem übersteigen. Nach dem gescheiterten Versuch, die weitere Finanzierung sicherzustellen, befänden sich nur noch 700.000 Dollar in der Kasse. Zu Ende des zweiten Quartals 2004 hatte der einstige Anbieter von Software für elektronische Marktplätze noch über Geldreserven von 4,2 Millionen Dollar verfügt - obwohl er Anfang des Jahres fünf Millionen Dollar von Investoren und Mitte 2003 zehn Millionen Dollar von Baystar Capital erhalten hatte (Computerwoche.de berichtete). (mb)