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Cloud-Trends 2018

Cloud-Services unerlässlich für die digitale Transformation

Dr. Klaus Manhart hat an der LMU München Logik/Wissenschaftstheorie studiert. Seit 1999 ist er freier Fachautor für IT und Wissenschaft und seit 2005 Lehrbeauftragter an der Uni München für Computersimulation. Schwerpunkte im Bereich IT-Journalismus sind Internet, Business-Computing, Linux und Mobilanwendungen.
Cloud Computing ist zum zentralen Pfeiler der Mainstream-IT geworden. Das bedeutet nicht, dass Stillstand eingetreten ist – im Gegenteil: Cloud-Technologien und -Praktiken entwickeln sich in rasantem Tempo weiter. Hier die wichtigsten Trends für dieses Jahr.

2017 haben führende Unternehmen aus allen Branchen auf Cloud-Technologien gesetzt. Sie haben verstanden, dass sie Herausforderungen wie die bessere Zusammenarbeit von Teams oder die Nutzung von Daten für Business-Entscheidungen am besten über die Cloud meistern können.

Im Jahr 2018 wird die Entwicklung der Cloud-Technologie weiter voranschreiten - und Cloud-Services werden zunehmend als unerlässlich für die digitale Transformation betrachtet werden, Verbreitung und Innovationstempo werden rasant steigen. Wir haben die Prognosen und Expertenaussagen zu den wichtigsten Cloud-Entwicklungen in diesem Jahr zusammengestellt.

Cloud-Services wachsen dramatisch

Der Umfang der Cloud-Services wird 2018 erheblich zunehmen. Laut Forrester-Analysten überschreitet der Cloud-Markt 2018 eine "magische Schwelle". Mehr als die Hälfte der Unternehmen weltweit werde dann mindestens eine Public-Cloud-Plattform nutzen, um den digitalen Wandel voranzutreiben. Die Umsätze im Public-Cloud-Markt sollen laut Forrester-Berechnungen von 146 Milliarden Dollar (2017) auf 178 Milliarden Dollar steigen.

Service-Provider werden 2018 mehr Rechenzentren und Speichereinrichtungen mit größerer Kapazität in Betrieb nehmen. Betrug die globale Speicherkapazität laut eine Cisco-Umfrage im Jahr 2017 600 Exabyte, dürfte diese 2018 auf eine geschätzte Gesamtspeicherkapazität von 1,1 Zetabyte anwachsen - was etwa dem Doppelten des im Jahr 2017 zur Verfügung stehenden Platzes entspricht.

Hybrid und Multi Cloud werden Mainstream

Vernetzte und hybride Szenarien dürften 2018 Single-Clouds und Insellösungen endgültig ablösen. Hybrid-Clouds als zentrale Deployment-Modelle versprechen Unternehmen die optimale Grundlage für die weitere Digitalisierung, Dynamisierung und Flexibilisierung der IT.

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Während Hybrid Clouds schon weitgehend akzeptiert sind, werden 2018 vor allem Multi-Cloud-Strategien zur Normalität in der IT werden. In Multi-Cloud-Umgebungen können Unternehmen ihre Anwendungen über Clouds mehrerer Anbieter verteilen, um für jeden Geschäftsprozess den jeweils besten Cloud-Service nutzen zu können. Zudem lassen sich damit Business-Continuity- und Disaster-Recovery-Pläne umzusetzen. Weil es für jedes Einsatzszenario geeignete Cloud Services gibt und sich Vendor Lock-ins und Ausfallrisiken minimieren lassen, gibt dies den Anwendern ungeheure Freiheiten.

Cloud-basierte Technologien treiben IoT voran

2017 war das Internet of Things (IoT) ein zartes Pflänzchen. Es versprach viel, war aber noch wenig zu sehen. 2018 dürfte die Vernetzung von Dingen wie Autos oder Produktionsmaschinen immens zunehmen. Der Wettbewerb wird zu vollautomatisierten IoT-Geschäftsprozessen mit Just-in-Time-Nachschub und sich selbst skalierenden Diensten führen.

Neue Cloud-Entwicklungen werden IoT 2018 weiter pushen, weil beide Hand in Hand gehen. Via IoT verbundene Geräte wie Haushaltsgeräte oder Autos verfügen über ein Cloud-basiertes Backend als Mittel zur Kommunikation und Speicherung von Informationen. Vor allem Cloud-basiertes Machine Learning, fortschrittliche Analytics und Echtzeit-Datenanalyse via Cloud werden IoT 2018 entscheidend vorantreiben.

Edge Computing ergänzt Cloud Services

IoT und andere Entwicklungen bringen es mit sich, dass in Sensoren und anderen lokalen Brennpunkten riesige Datenmengen entstehen, die transportiert und ausgewertet werden müssen. Die relativ schmalen Cloud-Bandbreiten bilden hier einen Flaschenhals. Um die notwendige Rechenleistung abzudecken, werden IoT-Ressourcen und -Analysen daher ergänzend an den Rand des Netzwerkes verlagert.

Edge Computing verlagert den Analyseaufwand näher an die Datenquellen und ermöglicht dadurch eine höhere Parallelisierung und damit einen Geschwindigkeitsvorteil. wodurch innovative Entwicklungen, wie die intelligente Nutzung von Gesundheitsinformationen in medizinischen Einrichtungen, schneller über relevante Auswertungen verfügen. Edge Computing wird deshalb im Jahr 2018 als Cloud Use Case stark werden.

Massenabwanderung in die Cloud

Die Abwanderung vormals klassischer, lokal betriebener IT-Produkte in die Cloud wird 2018 weiter fortgeführt und verstärkt. Neue Analytics- und Machine-Learning-Services wandern ebenso in die Cloud wie IoT- oder auch Datenbank-Services. Selbst Blockchain-as-a-Service findet sich mittlerweile im Portfolio einiger Anbieter wieder.

Hinzu kommen Container-basierte Plattformen wie Docker Swarm, Kubernetes und Mesos, noch einfacher nutzbare SaaS-Angebote und Integrations- und API-Dienste, die Unternehmen helfen, alle Komponenten miteinander zu verzahnen. Auch Altanwendungen sollen vermehrt in die Cloud abwandern: Laut IDC werden 2018 60 Prozent der CIOs ihre Legacy-Anwendungen auf Cloud-Services umstellen.

KI-spezialisierte Cloud-Dienste kommen

Im Umfeld von KI und maschinellem Lernen nehmen Cloud-Services 2018 eine Schlüsselrolle ein. Tools und Plattformen für maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz werden via Cloud einfacher zu nutzen und immer umfassender sein. Das Zusammentreffen von ausgereiften Machine-Learning-Verfahren und nahezu unlimitierter, kostengünstiger Rechenleistung aus der Cloud wird Unternehmen einen "barrierefreien" Einstieg in das Thema ermöglichen.

Cloud-Ressourcen werden außerdem für das Training dieser Algorithmen wichtig sein. Spezielle KI-Services werden sich etablieren, weil der produktive Einsatz von Machine-Learning-Verfahren immense Rechenkapazität und idealerweise ein speziell dafür ausgelegtes Prozessor-Design erfordert.

Branchenspezifische Cloud-Dienste etablieren sich

Spezialisierte Cloud-Services werden sich 2018 auch für bestimmte Branchen verfestigen. Branchen haben spezielle Bedürfnisse, erfordern bestimmte Plattform-Merkmale und müssen mit den unterschiedlichsten gesetzlichen Vorgaben konform gestaltet sein. Daher wird es unausweichlich sein, dass sich Unternehmen Cloud-Plattformen suchen, die auf ihre spezielle Branche zugeschnitten sind.

Die Bereiche Gesundheit, Staat und Finanzen sind beispielsweise Branchen, die von einem höheren Grad an Angepasstheit profitieren würden. Ähnliches gilt für die Branchen Energie, Biotechnologie und den Handel. In manchen Fällen hat die Industrie bereits die Initiative ergriffen und schafft eigene Clouds.

Integrierte statt punktuelle Sicherheitslösungen

Cloud Security wird auch 2018 ein Hauptanliegen von Cloud-Providern bleiben. Forrester glaubt, dass fast alle großen IaaS- und PaaS-Provider 2018 dazu übergehen werden, vorhandene Security-Features deutlich weiter auszubauen und zu integrieren und so punktuelle Lösungen zu ersetzen. Mindestens ein großer Security-Angriff auf eine Cloud-Anwendung werde 2018 ferner mit Hilfe eines Machine-Learning-Algorithmus abgewehrt.

Cloud Security 2018 steht vor allem auch im Zeichen der anstehenden europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). In dieser Richtlinie sind empfindliche Strafen für fehlende Maßnahmen zum angemessenen Schutz persönlicher Informationen vorgesehen. Unternehmen dürften deshalb Speicherlösungen mit automatischen Sicherheitsmechanismen anstreben, um die äußerst strengen Anforderungen der DSVGO an die Datenhoheit und den Speicherstandort von Daten zu erfüllen.

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