Gute Bilanz für Q2/17

Cloud-Geschäfte treiben SAP-Umsatz deutlich an

Spezialgebiet Business-Software: Business Intelligence, Big Data, CRM, ECM und ERP; Betreuung von News und Titel-Strecken in der Print-Ausgabe der COMPUTERWOCHE.
932 Millionen Euro hat SAP zwischen April und Juni dieses Jahres mit Cloud-Lösungen eingenommen. Das sind 29 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Die guten Cloud-Geschäfte veranlassten das Management, den Ausblick für das Gesamtjahr anzuheben.

"Die SAP war nie besser aufgestellt", behauptet CEO Bill McDermott und verweist auf die aktuellen Zahlen für das zweite Quartal 2017. Einmal mehr haben die Cloud-Geschäfte dem Softwarehaus eine gute Bilanz beschert. Der Posten Cloud-Subskriptions- und -Supporterlöse belief sich von April bis Mai dieses Jahres auf 932 Millionen Euro. Das bedeutet ein Plus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal (720 Millionen Euro).

Auch das klassische Softwaregeschäft legte im Jahresvergleich zu – um fünf Prozent von rund 3,6 auf gut 3,8 Milliarden Euro. Dabei verbesserte sich der Umsatz mit Softwarelizenzen gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro und die Support-Einnahmen stiegen ebenfalls um fünf Prozent auf gut 2,7 Milliarden. Insgesamt verbuchte SAP mit Cloud- und Softwarelösungen einen Umsatz von 4,8 Milliarden Euro, neun Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Ausgaben steigen

Die Einnahmen des größten deutschen Software­herstellers beliefen sich im zweiten Quartal dieses Jahres auf fast 5,8 Milliarden Euro, ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Unterm Strich verzeichneten die Walldorfer allerdings schlechtere Resultate. Das Betriebsergebnis schrumpfte um 27 Prozent von 1,3 Milliarden Euro auf 926 Millionen Euro. Der Gewinn ging um 18 Prozent von 813 auf 666 Millionen Euro zurück. Das lag vor allem daran, dass die Ausgaben teilweise deutlich im zweistelligen Prozentbereich gestiegen sind. Außerdem fielen 237 Millionen Euro Restrukturierungskosten an, im Vorjahresquartal waren es gerade einmal elf Millionen Euro.

Luka Mucic, Finanzchef von SAP, kündigte an, im zweiten Halbjahr 2017 eigene Aktien im Wert von 500 Millionen euro zurückkaufen zu wollen.
Luka Mucic, Finanzchef von SAP, kündigte an, im zweiten Halbjahr 2017 eigene Aktien im Wert von 500 Millionen euro zurückkaufen zu wollen.
Foto: SAP

Dennoch bleiben die SAP-Verantwortlichen optimistisch. Gerade mit Blick auf das Wachstum im Cloud-Geschäft wurde der Ausblick für das Gesamtjahr 2017 angehoben. Darüber hinaus kündigte Finanzchef Luka Mucic für das zweite Halbjahr 2017 einen Aktienrückkauf mit einem Volumen von 500 Millionen Euro an.