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Clevere Tipps für Dropbox, Google Drive & Co.

29.10.2017
Von Peter Stelzel-Morawietz
Es herrscht wahrlich kein Mangel an Angeboten von kostenlosem Speicherplatz im Web. Lesen Sie hier, wie Sie am besten mit Dropbox, Ubuntu One oder Google Drive umgehen.
Clever in der Cloud dank Tricks für Dropbox, Onedrive und Co.
Clever in der Cloud dank Tricks für Dropbox, Onedrive und Co.
Foto: bluebay - shutterstock.com

Wer Cloud-Speicher nutzt, weiß, wie praktisch das Speichern von Daten in der Wolke ist: Eine Internetverbindung vorausgesetzt, hat man immer und überall Zugriff auf seine Daten, egal ob am Windows-PC, Mac, Linux-Rechner oder Smartphone. Man muss sich weder um die Synchronisierung noch um Dateiversionen kümmern, Bezeichnungen wie "Datei XY neu" oder "Datei XY Vers.4" gehören der Vergangenheit an.

Hinzu kommen das gemeinsame Arbeiten an Dateien, die Frei-und Weitergabe ohne E-Mail, die integrierten Office-Funktionen und vieles mehr. Damit sind die Möglichkeiten von Dropbox, Google Drive, Onedrive aber noch lange nicht ausgereizt. Wir stellen für Sie die besten Tricks zusammen, weisen auf neue Funktionen hin und bieten Tools, die den Umgang mit der Cloud einfach und sicher machen. Falls Sie bisher keinen Onlinedatendienst verwenden, probieren Sie es doch einmal aus!

Die Übersicht in der Tabelle unten zeigt wichtige Funktionen der drei Hauptanbieter inklusive der Preise für Speicherplatz. Jeder Dienst bietet nur begrenzt kostenlosen Speicherplatz an: Bei Google sind es 15 GB, bei Onedrive (Microsoft) fünf und bei Dropbox sogar nur zwei - immerhin lässt sich die Datenmenge hier mit ein paar Handgriffen vervielfachen. Und wenn Sie eine Googlemail-, Gmail-oder Hotmail-Adresse beziehungsweise ein Konto bei Amazon oder anderswo haben, können Sie den zugehörigen Onlinespeicher sofort nutzen.

Unbegrenzter Platz in der Foto-Cloud für Bilder vom Smartphone

Im Fotoalltag haben Smartphones klassische Digitalkameras längst abgelöst. Das Mobiltelefon haben die meisten ohnehin immer dabei, außerdem kann sich deren Bildqualität durchaus sehen lassen. Um die Fotos nicht nur auf dem Telefon zu speichern, bieten die meisten Cloud-Apps die Möglichkeit, neue Aufnahmen und Videos gleich ins Internet hochzuladen.

Den automatischen Kameraupload am Smartphone bieten die meisten Cloud-Apps. Die Abbildung zeigt Installation (links) und Einrichtung am Beispiel von Microsoft Onedrive.
Den automatischen Kameraupload am Smartphone bieten die meisten Cloud-Apps. Die Abbildung zeigt Installation (links) und Einrichtung am Beispiel von Microsoft Onedrive.
Praxis, Ratgeber und Tipps

Praxis, Ratgeber und Tipps

Neben dem praktischen Nutzen, dass neue Inhalte damit überall zur Verfügung stehen, bietet die Option einen weiteren Vorteil. Anders als bei der Synchronisierung sonst üblich, verbleiben die Fotos auch dann im Cloud-ordner, wenn man sie aus Platzgründen vom Flashspeicher des Smartphones löscht. Das automatische Hochladen wird gleich beim Installieren der Cloud-Apps angeboten, andernfalls lässt es sich über die Einstellungen nachträglich einrichten. Achten Sie bitte darauf, fürs Hochladen die "Nur WLAN-Option" zu wählen, um das mobile Datenvolumen nicht unnötig zu belasten.

Google gewährt für Fotos und Videos sogar unbegrenzten Speicherplatz, sofern deren Auflösung maximal 16 Megapixel beziehungsweise 1080p beträgt. Dazu stellen Sie in der Foto-App oder im Webportal als Uploadgröße die Option "Hohe Qualität (kostenloser unbegrenzter Speicherplatz)" ein. Gut funktioniert zudem, wie Google Ihre Aufnahmen dank künstlicher Intelligenz automatisch verschlagwortet. Amazon bietet seinen Prime-Kunden unbegrenzten Onlinespeicher nur für Fotos; für Videos und alle anderen Daten gilt bei Gratisnutzung das 5-GB-Limit. Beliebig nutzbarer unlimitierter Speicherplatz kostet hier unabhängig von der Prime-Mitgliedschaft 70 Euro pro Jahr.

Amazon bietet seinen Prime-Kunden für Fotos unbegrenzten Speicherplatz in der Cloud an; für Videos gilt dies anders als bei Google dagegen nicht.
Amazon bietet seinen Prime-Kunden für Fotos unbegrenzten Speicherplatz in der Cloud an; für Videos gilt dies anders als bei Google dagegen nicht.

Als Prime-Kunde mit Fire TV können Sie Ihre Bilder zudem bequem am Fernseher zeigen, wenn Sie sie zuvor auf der Amazon-Webseite über "Mein Prime -> Prime Photos -> Hochladen" in die Cloud übertragen haben. Das funktioniert für einzelne Dateien sowie ganze Ordner, alternativ auch über die Mobil-App oder die Desktop-Software Amazon Cloud Drive . Ihre Aufnahmen stehen daraufhin auf dem Fire TV unter "Fotos" als Diashow zur Verfügung. Eine allgemeine Alternative zum Streamen auf das TV-Gerät stellt Google Chromecast dar. Der HDMI-Stick lässt sich an praktisch jeden Fernseher anstecken und wird von vielen Smartphone-und Tablet-Apps sowie vom Chrome Browser unterstützt.

Eine Bemerkung zu Fotos in der Cloud darf nicht fehlen: Obwohl Amazon, Google, Microsoft & Co. etablierte Firmen sind, geben sie keinerlei Garantie. Vor dem Hintergrund, dass Ihre privaten Fotos unersetzlich sind, dürfen die Cloudspeicher nicht mit einem sicheren Backup verwechselt werden. Hierfür empfiehlt sich eine externe Festplatte: USB-Datenträger mit einem TB Kapazität kosten ab ca. 50 Euro aufwärts, solche mit zwei TB ab ca. 60 Euro.

Anbieter

Dropbox

Google Drive

Microsoft Onedrive

Kostenloser Speicherplatz

2 GB (bis ca. 20 GB gratis erweiterbar)

15 GB

5 GB

Preis für 100 GB / Jahr

99 Euro (1 TB)

ca. 24 Euro

24 Euro (50 GB)

Preis für 1 TB /Jahr

99 Euro

ca. 120 Euro

69 Euro

Online-Office

Anbindung an Microsoft Online Office möglich

Google Docs, Tabellen, Präsentationen

Microsoft Online Office

Apps für

Windows, Linux, Mac, Android, iOS, Windows Mobile/Phone

Windows, Mac, Android, iOS

Windows, Mac, Android, iOS, Windows Mobile/Phone

Verschlüsselung: Transport / Client

ja/über Zusatztool

Ja / über Zusatztool

Ja / über Zusatztool

Explorer-Integration / automatischer Fotoupload / Dateifreigabe / Versionsverlauf

Ja / ja / ja / 30 Tage

Ja / ja / ja / 30 Tage

Ja / ja / ja /25 Versionen je Datei